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NWZonline.de Region

Nationale Krebspräventionswoche: HPV-Impfung im Kindesalter schützt vor schwerer späterer Erkrankung

16.09.2021

Oldenburg Impfungen sind inmitten der Corona-Pandemie das Thema, über das alle reden und das auch polarisiert. Wer den Begriff hört, denkt zwangsläufig zunächst an das Corona-Virus, dabei gibt es selbstverständlich auch andere Impfstoffe weiterhin. Einer, der gegen Humane Papilloma Viren (HPV) – und damit wohl auch Krebserkrankungen – schützen soll, steht in dieser Woche besonders im Fokus: „Pikst kurz, schützt lang – mach dich stark gegen Krebs!“ ist das Motto der Nationalen Krebspräventionswoche vom 13. bis 17. September.

Was sind HPV-Viren?

Humane Papillomviren sind weit verbreitet und können Feigwarzen, Entzündungen und auch bösartige Veränderungen hervorrufen. Es existieren mehr als 200 verschiedene HPV-Typen. Die meisten davon sind ungefährlich, Wissenschaftler stufen nur einen geringen Teil als krebsgefährdend ein.

Dennoch erkranken jährlich Tausende vor allem Frauen, aber auch Männer an HPV-bedingten Karzinomen im Bereich Gebärmutterhals, Vagina, Vulva, Penis, Anus und im Mund- und Rachenraum. Pro Jahr sterben laut Robert-Koch-Institut 1500 bis 1600 Frauen. Darüber hinaus seien jährlich fast 50.000 kleinere Eingriffe zum Beispiel am Gebärmutterhals notwendig, um Vor- und Frühstadien der Krebserkrankung zu entfernen, informieren die Berufsverbände der Kinder- und Jugendärzte sowie der Frauenärzte in einer Pressemitteilung.

Wie erfolgt die Infektion mit HP-Viren?

In den meisten Fällen übertragen sich die Erreger über Sexualkontakte. Laut Berufsverband der Frauenärzte machen etwa 80 Prozent aller sexuell aktiven Menschen in ihren Leben mindestens einmal eine HPV-Infektion durch. Ein Zehntel der betroffenen Frauen blieben dauerhaft infiziert und könnten Zellveränderungen am Gebärmutterhals entwickeln – die schließlich zu einer Krebserkrankung führen könnten.

Die Nutzung von Kondomen kann die Verbreitung der Viren einschränken, wenn auch nicht komplett ausschließen. Lediglich die Hälfte aller Infektionen würden so vermieden, so der Frauenarztverband.

Wie schützt die Impfung vor den Viren?

Der Impfstoff enthält Teile des HP-Virus, wodurch dem Körper eine Infektion vorgetäuscht wird und er Antikörper und Gedächtniszellen bildet. Bei einer Ansteckung mit HP-Viren würden diese dann aktiviert. „Wenn die HPV-Impfung früh genug durchgeführt wird, baut der Organismus eine sehr wirkungsvolle, dauerhafte Immunabwehr auf“, erläutern die Verbandspräsidenten, Frauenarzt Dr. Christian Albring und Kinderarzt Dr. Thomas Fischbach.

Wer sollte wann geimpft werden?

Die Stiko empfiehlt die Impfung Jungen und Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren – und das ist auch nötig. Denn die Krebserkrankungen entstehen erst zehn bis 30 Jahre nach der Infektion. Auch die Frauen-, Kinder- und Jugendärzte weisen auf die Wichtigkeit der HPV-Impfung hin: „Noch immer sind viel zu wenige Mädchen und Jungen gegen Krebs geimpft“, betonen die Albring und Fischbach.

Auch für ältere Jugendliche sei die Impfung noch möglich. Die Immunabwehr gegen die Infektion ist dann allerdings weniger stark. Deshalb seien ab 15 Jahren nicht mehr zwei, sondern drei Impftermine notwendig. Bis zum 18. Geburtstag ist die Impfung eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten aber auch darüber hinaus.

Wie beim Coronavirus stellen auch hier Impfgegner den Sinn der Impfung in Frage: Einen 100-prozentigen Schutz bietet sie nämlich nicht, da die Impfstoffe bisher nur die gefährlichsten HPV-Typen (vor allem Typ 16 und 18) enthalten. Die Rasteder Frauenärztin

Wiebke Conrad entgegnete in einem Gespräch mit NWZonline im Februar 2020: „Bei fast allen auffälligen Abstrichen, die ich bisher untersucht habe, war mindestens einer dieser beiden Virustypen beteiligt.“

Warum sollten auch Jungen geimpft werden?

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Frauen sind ungefähr viermal häufiger von durch HP-Viren hervorgerufene Krebserkrankungen betroffen als Männer. Da aber Männer eben auch erkranken können und zudem Überträger der Viren sind, wird die Impfung auch Jungen empfohlen. Den Schritt ging die Stiko allerdings erst 2018, während Mädchen bereits seit 2007 zur Impfung aufgerufen werden.

Lesen Sie dazu auch: „Darum empfehlen Ärzte HPV-Impfung auch für Jungen“ – NWZonline vom 25. Februar 2020

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Christian Schwarz Redakteur / Online-Redaktion
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