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NWZonline.de Ratgeber Familie

Warten auf das neue Kurzzeit-Heim

18.11.2017

Oldenburg Manchmal möchte Ute Dorczok einen schweren Hammer nehmen und kräftig drauflos schlagen. Was sich zunächst irritierend anhört, ist bei näherem Hinsehen allerdings viel weniger schlimm als erwartet. Ute Dorczok ist Leiterin des Oldenburger Hauses Regenbogen, in dem behinderte Kinder leben. Gleichzeitig ist sie Vorsitzende des Vereins „Kiola“, der ein Kurzzeit-Heim für behinderte Kinder plant, die normalerweise in ihren Familien leben.

Inzwischen sind die Vorbereitungen für das neue Projekt so weit fortgeschritten, dass es noch in diesem Jahr zu ersten konkreten Bauvorbereitungen kommen soll. Das bedeutet, dass ein altes Gebäude in der Nähe des Hauses Regenbogen abgerissen werden soll, damit an der Stelle der „Kiola“-Neubau entstehen kann.

Und da kommt der schwere Vorschlaghammer, gelegentlich auch liebevoll Lehmann oder Mottek genannt, ins Spiel. Mit dem würde Ute Dorczok nämlich gern persönlich die ersten Schläge für das spätere Heim ausführen.

Mehrere Jahre hat sie sich mit ihren Mitstreitern im Förderverein „Kiola“ für das Projekt eingesetzt – und inzwischen sind so viele Hürden genommen, dass dem Vorhaben keine wesentlichen Hindernisse mehr im Wege stehen.

Ein finanzieller Grundstock ist vorhanden, die entsprechenden Absprachen mit Krankenkassen und Behörden sind getroffen, und jetzt geht es darum, das Projekt mit der Hilfe der NWZ-Weihnachtsaktion voranzubringen. Die Spenden der Leserinnen und Leser der NWZ sollen helfen, dass das geplante Heim bald realisiert werden kann. „Kiola“ ist ein Kunstwort und bedeutet „Kurzzeitwohnen im Oldenburger Land“.

Hier sollen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen für einen vorübergehenden Zeitraum die Möglichkeit erhalten, „Urlaub von Zuhause“ zu machen – und gleichzeitig den Eltern und Geschwistern Freiraum zu schaffen, um sich von den Belastungen der Dauerpflege zu erholen, eine Chance zum Durchschnaufen und Erholen. Bauherr des Projektes wird der Förderverein sein, der das neue Heim auf einem Grundstück des Diakonischen Werks der evangelischen Kirche im Oldenburger Land errichten wird. Betreiber der Einrichtung wird dann wiederum das Diakonische Werk sein. Initiator des Projekts ist Prof. Dr. Michael Albani, der als Chefarzt eines Wiesbadener Kinderkrankenhauses bereits ein ähnliches Projekt angestoßen und realisiert hat. Nachdem Albani als Ruheständler seinen Wohnsitz nach Bad Zwischenahn verlegt hatte, kam er auf den Gedanken, dass eine solche Kurzzeit-Pflegeeinrichtung auch im Oldenburger Land nötig sein könne – und das Ergebnis wird bald zu sehen sein.

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

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Diakonisches Werk

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