AHLHORN - AHLHORN/JL/HRS - Die Faustball-Frauen des Ahlhorner SV wollen am kommenden Wochenende zum zweiten Mal nach 2004 den Weltpokal gewinnen. Die Chancen des Europapokal-Siegers von 2005 stehen gut, schließlich findet das Turnier am Sonnabend, 22., und Sonntag, 23. Juli, mit drei Teilnehmern doch auf der eigenen Anlage statt (Hans-Jürgen-Beil-Stadion, Westerholtskamp).

Den Titel streitig machen wollen den Ahlhornerinnen die Spielerinnen des Südamerika-Meisters Duque de Caixias Curitiba aus Brasilien sowie das Team des Afrikameisters Sport Club Windhoek aus Namibia. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat die Schirmherrschaft für das Turnier übernommen.

ASV-Trainerin Edda Meiners sieht gleich drei Gründe, die für einen Titelgewinn ihres Teams sprechen. „Erstens haben wir den Heimvorteil. Zweitens sind meine Frauen auch gegen die rassigen Brasilianerinnen bestens gewappnet – schließlich haben wir sehr viel trainiert. Und drittens wollen wir den Pokal unbedingt holen und dem Publikum dabei spannende Spiele bieten.“ Auch Abwehrspielerin Alexa Papst ist hoch motiviert: „Im heimischen Stadion zu gewinnen, wäre mein größter Traum. Dafür werden wir alles geben.“

Der neue Weltpokal-Sieger wird in einer Doppelrunde ermittelt, am Sonnabend und am Sonntag spielt jeweils jeder gegen jeden. Das Turnier startet am Sonnabend um 14.30 Uhr mit einer Eröffnungszeremonie, gegen 14.50 Uhr werden Fallschirmspringer mit Flaggen der teilnehmenden Länder im Stadion landen.

Die Gastgeberinnen bestreiten um 15 Uhr das Auftaktspiel gegen die Frauen aus Windhoek. Diese gelten in Faustball-Kreisen eher als defensiv, außerdem sollen sie bei weitem nicht über die internationale Erfahrung verfügen wie die Ahlhornerinnen. In der zweiten Partie des Tages stehen sich dann die Brasilianerinnen aus Curitiba sowie das Team aus Windhoek gegenüber (16.15 Uhr), das dritte Sonnabend-Spiel bestreiten ab 17.30 Uhr die Ahlhornerinnen und die Südamerikanerinnen. Diese gelten im Gegensatz zu den Afrikanerinnen als extrem offensiv- und leistungsstark.

Am Sonntag beginnen die Spiele um 13 Uhr, wobei sich zunächst die Teams aus Windhoek und Curitiba messen. Um 14.15 Uhr folgt der Vergleich zwischen den Ahlhornerinnen und den Afrikanerinnen, den Abschluss bildet die Partie Ahlhorn - Curitiba. Von der Papierform her läuft es daher auf ein echtes Endspiel hinaus, gelten der siebenfache deutsche Meister Ahlhorn und die Brasilianerinnen doch gegenüber der Mannschaft aus Namibia als Favorit. Die Siegerehrung ist für 17 Uhr vorgesehen.