Selsingen/Ahlhorn - Riesenjubel bei den Faustballerinnen des Ahlhorner SV: Bei der Deutschen Meisterschaft in der Halle gewannen die Ahlhornerinnen in Selsingen am Sonntagnachmittag die Silbermedaille. Lediglich der amtierende Hallen-Europacupsieger TSV Dennach landete vor der Mannschaft aus dem Landkreis Oldenburg. Allerdings fiel Ahlhorns Finalniederlage gegen die Süddeutschen beim 0:3 (7:11, 5:11, 3:11) auch ziemlich deftig aus.
„Es war eine Lehrstunde für uns“, gab ASV-Zuspielerin Janna Köhrmann zu. Allerdings überwog beim entthronten Titelverteidiger aus Ahlhorn am Ende keineswegs die Enttäuschung über ein verlorenes Endspiel. Vielmehr freute sich die Mannschaft über einen zweiten Platz, den ihr im Vorfeld kaum jemand zugetraut hatte. „Wir hatten selbst nicht damit gerechnet, dass wir bei der DM so starke Leistungen abrufen könnten“, gab Köhrmann zu.
Und diese starken Auftritte lieferten die Ahlhornerinnen insbesondere in der Vorrunde und im Halbfinale ab. Gleich im Auftaktspiel der Meisterschaft verpasste der Tabellendritte der Bundesliga dem Nordmeister MTSV Selsingen mit einem hart erkämpften 3:2-Erfolg (13:11, 11:6, 8:11, 8:11, 12:10) einen empfindlichen Dämpfer. Gegen den TV Vaihingen/Enz, der im Angriff mit der Ex-Ahlhornerin Marie-Therese Warnick auflief, gelang sogar ein glattes 3:0 (11:8, 13:11, 11:7). Damit machte die Mannschaft von Trainerin Edda Meiners, die in Selsingen krankheitsbedingt von Thomas Neuefeind vertreten wurde, den Gruppensieg perfekt.
Im Halbfinale wartete am Sonntagvormittag der TSV Calw. Auch hier fanden die Ahlhornerinnen gut ins Spiel und gewannen die ersten beiden Sätze souverän (11:8, 11:6). Anschließend wurde Calw etwas stärker und schaffte den Anschluss. Doch vom 5:11 ließ sich der ASV nicht schocken und lieferte mit 11:3 die passende Antwort, ehe er im Endspiel dann chancenlos war.
