BRAUNSCHWEIG/STADE - Rekord-Titelträger Deutschland hat bei der Faustball-Weltmeisterschaft in Niedersachsen die Chancen auf den Einzug in die Endrunde gewahrt. Das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld feierte am Donnerstag in Braunschweig zwei 2:0-Siege in der Zwischenrunde gegen Argentinien und Europameister Schweiz. Einen Tag nach der knappen 1:2-Niederlage in Stade gegen Titelverteidiger Brasilien zeigten die WM-Gastgeber besonders im Prestigeduell gegen die Eidgenossen eine gute Leistung und siegten mit 20:16, 20:18.
Am letzten Spieltag der Zwischenrunde trifft die deutsche Mannschaft an diesem Freitag in Wildeshausen auf Außenseiter Namibia (14.50 Uhr) und Mitfavorit Österreich (18 Uhr). Für ihren Faustball-Höhepunkt ist die Stadt bestens gerüstet. Von 10 bis 20 Uhr laufen zwölf Nationen im Krandelstadion auf und bestreiten die Zwischenrundenspiele.
Nach Aussage des Wildeshauser OK-Chefs Uwe Kläner gibt es auf alle Fälle ausreichend Karten an der Tageskasse. Er selber hatte noch am Mittwoch die WM-Spiele in Stade und Braunschweig besucht. „Eine Super-Atmosphäre“, stellte er fest. Der NDR wird mit einem Übertragungswagen anreisen. Nach den ersten vier Spielen ist für 14 Uhr die offizielle Eröffnung mit dem Einlauf aller Mannschaften vorgesehen.
Für die WM-Endrunde am Wochenende in Oldenburg qualifizieren sich die vier besten Teams der Zwischenrunde. Nach dem Erfolg über Europameister Schweiz hat sich das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld endgültig in den engsten Favoritenkreis gespielt. Von 1500 Zuschauern im Stadion Franzsches Feld in Braunschweig frenetisch angefeuert und gefeiert, wuchs das Team über sich hinaus und setzte Glanzpunkte.
„Das war eine hervorragende Leistung“, war Neuenfeld glücklich und erleichtert, denn das erste Spiel des Tages gegen Argentinien hatte ihm nicht gefallen. „Da waren alle viel zu verkrampft, haben sich erst im zweiten Satz frei gespielt“, bilanziert er.
Gegen die Schweiz hingegen habe sein Team Selbstbewusstsein und Entschlossenheit gezeigt. „Die Abwehr steht jetzt kompakt und Niels Pannewig hat ganz hervorragend gepunktet“, erklärt der Coach, der dem Spieltag in Wildeshausen nun sehr optimistisch entgegen sieht.
Zeitgleich lieferten sich Weltmeister Brasilien und Österreich, die beide zuvor Namibia deutlich in Schach gehalten hatten, in Stade ein packendes Duell. Auch hier sorgten 1500 Fans für eine mitreißende Atmosphäre. Mit 20:18, 19:21 und 20:18 setzte sich Brasilien durch.
