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NWZonline.de Sport Faustball

Faustball-Riese Martin Becker begeistert mit filigraner Technik

09.08.2007

OLDENBURG 1,98 Meter groß, über 100 Kilo schwer: Wie ein Faustballer sieht Martin Becker nicht aus, eher wie ein Verteidiger beim American Football. Kenner wundern sich über die Erscheinung jedoch nicht: Der Hannoveraner galt lange Jahre als bester Angreifer der Welt.

Eigentlich hatte sich das „Enfant Terrible“ schon 2002 vom deutschen Nationalteam verabschiedet. Um den verletzungsanfälligen Hauptangreifer Niels Pannewig bei der momentan in Niedersachsen stattfindenden WM aber Pausen zu gönnen, folgte Becker im April dieses Jahres dem Ruf von Bundestrainer Olaf Neuenfeld. „Am liebsten wäre es mir, wenn ich gar nicht eingreifen müsste“, hat sich der 41-Jährige mit der Situation auf der Bank arrangiert. „Denn in diesem Fall würde alles gut laufen.“

Den Zuschauern würde dann aber wohl etwas fehlen. Bei seinem ersten Einsatz am Dienstag im Oldenburger Marschwegstadion gegen die überforderten Japaner (20:5, 20:5) riss Becker das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Angeschnittene Schüsse, Lobs und Stoppbälle zeugen von überragender Technik, wuchtige Schmetterbälle von sichtbarer Kraft. „Das Wichtigste ist die Übersicht“, sagt Becker. Als es ihm zu ruhig auf den Tribünen wird, schlägt er einen Aufschlag absichtlich über die gegnerische Hälfte genau auf die mobile Anzeigentafel. Punkt für Japan, aber die Zuschauer sind begeistert.

Becker ist nicht nur wegen seiner imposanten Statur ein Unikat. Im Programmheft hat der Familienvater als Berufsbezeichnung „Hausmann“ angegeben. Viel Zeit dürfte aber auch sein Faustball-Engagement einnehmen. Der einzige Legionär im deutschen Team wird zu den Spielen seines österreichischen Spitzenclubs Union Freistadt eingeflogen. Während der Woche trainiert er den Nord-Bundesligisten TK Hannover. Becker ist der bekannteste Faustballer Europas – eine Firma verkaufte Bälle mit seinem Namen, kein Autogramm ist bei der WM begehrter.

Becker spielt seine fünfte Weltmeisterschaft, gewann drei Titel. An der Ausrichtung der nächsten WM 2011 ist Österreich interessiert. Und wie ist es mit Ihnen, Herr Becker? „Ich denke, diese WM ist meine letzte. Aber man soll niemals nie sagen.“

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