OLDENBURG - Der österreichische Erfolgsgarant blieb daheim: Thomas Wörz bereitete als Mentaltrainer die Mannschaft von Faustball-Coach Ernst Almhofer auf die WM vor. „Die Zeit, die wir im Hörsaal verbracht haben, hat sich voll gelohnt“, sagte Almhofer. Endlich erwies sich das seit Jahren hoch eingeschätzte „Team Austria“ auch engen Situationen gewachsen. Nach dem Halbfinalsieg gegen Deutschland – dem ersten seit 1992 – beherrschte der neue Weltmeister im Finale sogar Titelträger Brasilien. „Das tut unheimlich gut“, jubelte Almhofer.
Im Finale hielten die Südamerikaner um den wohl weltbesten Angreifer George Schuch nur im ersten Satz mit. Dann fand der variable Spieler mit dem am Finaltag blau gefärbten Bart, der schon mal einen Schlag mit rechts antäuscht, um dann mit links über die Leine zu lupfen, nicht mehr in die Partie. Anders die Österreicher, deren Abwehr im Halbfinale den Deutschen Pannewig und Becker, und im Finale Schuch das Selbstvertrauen raubte. Dieses nahm sich der Weltklasse-Angriff um Martin Weiss. Wörz, der telefonisch mit Trainer Almhofer Kontakt hielt, wird es freuen.
