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Von Fried-Michael Carl
Frage:
Jens Kolb hat sich als Schlagmann aus der Nationalmannschaft zurückgezogen, Niels Pannewig wird es ebenfalls tun. Sieht es düster aus um das Nationalteam?
Schulz:
Ein wenig ja. Wir wissen aber schon länger, dass hinter den beiden eine Lücke klafft. Jetzt gilt es, jungen Spielern aufzuzeigen, dass sie Chancen besitzen. Diejenigen, die Mitte Zwanzig sind, haben nicht die Entwicklung genommen, die ich erwartet hatte. Von den Schlagleuten bei der DM hat nur Stefan Konprecht gute Ansätze gezeigt. Er ist erst 18 Jahre. Hier muss die Entwicklung abgewartet werden.
Frage:
Wie kann die Flaute überwunden werden?
Schulz:
Das kann nur durch die Bündelung der Talente geschehen. Wir müssen ihnen bei größeren Vereinen eine berufliche Absicherung bieten.
Frage:
Wie sehen Sie das Niveau der Meisterschaft?
Schulz:
Etwas enttäuschend. Die Südteams hätten mit mehr Zuversicht durchaus Chancen zu Überraschungen besessen.
Frage:
Ist die Ahlhorner Mannschaft ein Team der ewigen Talenten?
Schulz:
Man kann die Leistung bei der DM nicht als Grundlage nehmen. Zwei der Spieler waren gesundheitlich angeschlagen, ein dritter konnte gar nicht antreten. Bei den anderen Akteuren ist nicht deutlich erkennbar, dass sie an ihre Grenzen gehen.
Frage:
Und Brettorf?
Schulz:
Das Team lebt von Jens Kolb. Lutz Meyer ist als Zweitschläger auf Dauer keine Alternative. Gefallen hat mir Tim Lemke, der in der Defensive stark war. Daneben überzeugte wieder Christian Kläner.
Mit der Endrunde war Bundestrainer Udo Schulz nicht zufrieden. Er sieht den deutschen Faustball vor einer Durststrecke.