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NWZonline.de Region

Feldherr Tilly soll auferstehen

15.02.2007

WARDENBURG Fast alle Wardenburger Theatergruppen machen mit. Die Premiere soll am 6. Juli stattfinden.

Von Werner Fademrecht WARDENBURG - Wir schreiben das Jahr 1623, Kriegsherr Tilly liegt mit seinen Truppen bei Cloppenburg. Da platzt während eines Erntedankgottesdienstes im September die bedrohliche Nachricht in die Ortschaft Wardenburg: Das Heer soll sich gen Oldenburg in Bewegung gesetzt haben.

Mit dieser Szene beginnt das große Freilichtstück – Arbeitstitel „Tilly vor Wardenburg“ –, das Gerhard Jansen aus Bümmerstede so gut wie vollendet hat. „Ein paar Dialoge im dritten Akt müssen noch geschrieben werden“, sagt Jansen, der Mitglied der Wardenburger Speelkoppel ist.

Aufgeführt werden soll der Dreiakter im Sommer dieses Jahres, fast alle Wardenburger Theatergruppen und Speelkoppeln machen mit. Neben 16 Sprechrollen kommen mindestens 50 kleinere Rollen und Statisten zum Zuge. Garniert wird der auf vielen historischen Fakten basierende Dreiakter – Jansen recherchierte u.a. im Oldenburgischen Staatsarchiv und fand beispielsweise den Namen des damaligen Pastoren Alartus Jeddeloh heraus – durch eine „Liebesgeschichte unter bedrohlichen Umständen“, wie es der Autor beschreibt.

Die Idee, ein Freilichtstück aufzuführen, entstand in der Wardenburger Gemeindeverwaltung. Im Jahr 2004 wurden zu diesem Zweck erstmals alle plattdeutschen Theatergruppen eingeladen, um die Idee vorzustellen. „Unser Ziel ist es, die Kultur auf eine breite Basis zu stellen“, beschreibt Frank Speckmann, allgemeiner Stellvertreter der Bürgermeisterin, den Ansatz. Finanziert werden soll das Projekt durch Zuschüsse von Kulturstiftungen, auch die Gemeinde wird sich beteiligen.

Mit dem Südmoslesfehner Peter König, Speelkring-Boss vom „Spieker“, hat ein Fachmann die Organisation und Leitung des Projekts übernommen. Aufführungsort für zehn Vorstellungen ist vom 6. bis 15. Juli eine Wiese des Zucht- und Fahrsstalls Claußen in Fladder.

Von der ursprünglichen Idlee, das Stück rund um den Tillyhügel zu inszenieren, sind die Verantwortlichen abgerückt. „Die logistischen Probleme und auch die Verkehrsanbindung hätten das Projekt zu sehr verteuert“, erklärt König. In dem Claußen-Hof sei ein idealer Standort gefunden worden. Hier gebe es genügend Platz für ein stimmungsvolles Rahmenprogramm: „Wir wollen einen historischen Markt auf die Beine stellen, der vor, während und nach dem Theater die Besucher mit Essen und Trinken versorgt.“ Jeweils rund zwei Stunden, die Pausen nicht eingerechnet, werden Tillys Truppen im Sommer noch einmal vor Wardenburg liegen und Angst und Schrecken verbreiten – kein Vergleich zu dem, was die Menschen vor 384 Jahren erdulden mussten.

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