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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Porträt: Mit 80 Jahren wird Al Pacino zum Serienstar

25.04.2020

Los Angeles Al Pacino ist eine Leinwand-Legende, doch bei seiner jüngsten Verwandlungskunst in „The Irishman“ (2019) halfen auch digitale Effekte mit. Der US-Schauspieler, der an diesem Samstag seinen 80. Geburtstag feiert, wurde in dem Mafiaepos einer aufwändigen Verjüngungskur unterzogen. Star-Regisseur Martin Scorsese ließ neben Pacino auch Robert De Niro und Joe Pesci über einen Zeitraum von 40 Jahren altern. Doch am Ende war es die Schauspielkunst, die dem brillanten Pacino in diesem Jahr seine neunte Oscar-Nominierung einbrachte.

„The Irishman“ ist die epische Geschichte des Gangsters Frank „The Irishman“ Sheeran (De Niro), der im Auftrag der Mafia den Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa (Pacino) umgebracht haben soll. Der echte Hoffa pflegte in den 60er und 70er Jahren enge Verbindungen zur Unterwelt und saß zeitweise im Gefängnis. Als der aufbrausende, unbelehrbare Hoffa läuft Pacino zur Bestform auf. Kaum zu glauben – es war seine erste Zusammenarbeit mit Regisseur Scorsese, mit De Niro hatte Pacino schon Klassiker wie „Der Pate – Teil II“ oder „Heat“ gedreht.

Mit fast 80 Jahren mischte Pacino zuletzt gleich in drei Produktionen mit. Auf die Nebenrolle in „The Irishman“ folgte im Frühjahr eine Serien-Hauptrolle in „Hunters“. In der Nazi-Jäger-Serie auf Amazon Prime spielt der ergraute Star einen Holocaust-Überlebenden, der mit Helfern Jagd auf versteckt lebende Nazis macht. Davor hatte er einen Auftritt als Filmagent in Quentin Tarantinos „Once Upon A Time in Hollywood“, der den von Leonardo DiCaprio gespielten Western-Helden Rick Dalton in Hollywood vermittelt.

Bei der Oscar-Verleihung im Februar war es ausgerechnet sein Co-Star Brad Pitt, der als Nebendarsteller in „Once Upon A Time in Hollywood“ den Oscar holte, während Pacino für „The Irishman“ leer ausging. Doch Pacino kann sich mit einem Goldjungen trösten. 20 Jahre nach seiner ersten Oscar-Nominierung für „Der Pate“ (1973) schaffte er es im achten Anlauf mit der Rolle des blinden Ex-Offiziers und raubeinigen Charmeurs Frank Slade in „Der Duft der Frauen“ (1993) auf die Oscar-Bühne.

Natürlich war es seine Darstellung von Michael Corleone in dem Mafia-Drama „The Godfather“ („Der Pate“), die Pacino zum Hollywood-Star machte. Regisseur Francis Ford Coppola setzte sich damals gegen zweifelnde Produzenten durch, die den jungen Italo-Amerikaner Alfredo James Pacino für die Rolle des Sohnes des „Paten“ Don Corleone (Marlon Brando) für zu weich hielten. In der Mafia- Trilogie (1972-1990) wandelte sich Pacinos Figur vom braven Studenten zum kaltblütigen Oberhaupt des Familienclans.

Pacino nahm bei Charles Laughton und dem legendären „Method“-Lehrer Lee Strasberg Unterricht. Mit Ende 20 stand er auf den New Yorker Bühnen, auf der Leinwand fiel er erstmals 1970 als neurotischer Drogendealer in „Panik in Needle Park“ auf. Trotz Hollywood-Karriere blieb der Shakespeare-Fan dem Theater treu und kehrte immer wieder auf die Bühne zurück.

Mit Blick auf seinen bevorstehenden 80. Geburtstag sagte Al Pacino in einem Zeitungsinterview, dass er das runde Jubiläum eher gelassen angehe. Mit Mitte 70 habe er eine Veränderung in seinem Leben gespürt. „Mit gefällt es, wie ich jetzt die Dinge sehe. Ich wünschte, ich hätte das schon vor 20 Jahren gefühlt, nun verstehe ich es.“

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