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JUBILÄUM: Auf der Ranch der Reichen

06.11.2008

DALLAS In den 80er Jahren war „Dallas“ ein Straßenfeger: Die TV-Serie um den zerstrittenen texanischen Ölclan Ewing versammelte jeden Dienstag Millionen deutsche Familien vor dem Fernseher.

Wir wussten, wann Sue Ellen wieder zum Whiskey gegriffen hatte, warum es zwischen Pam und Bobby kriselte und vor allem, welche Gemeinheiten sich J. R. alias Larry Hagman wieder ausgedacht hatte. Am 8. November gibt es ein Wiedersehen mit der Familie Ewing auf der Southfork Ranch – die Kultserie feiert 30. Geburtstag.

Als die Seifenoper 1978 nach einem Testlauf beim US-Sender CBS startete, erlebte sie eine Erfolgsstory. In den USA lief das Familiendrama um Geld, Macht und Intrigen 14 Jahre lang ununterbrochen. Die 356 Folgen wurden in 67 Sprachen übersetzt und in 90 Ländern ausgestrahlt – so viel wie keine andere US-Serie. In Deutschland lief die erste Folge am 30. Juni 1981 bei der ARD, bis zu 16 Millionen Zuschauer verfolgten das Leben auf der Reichen-Ranch. Viele haben die Titelmusik noch heute im Ohr. Unumstrittener Held ist der skrupellose Fiesling J. R. Ewing. Mit seinem weißen Cowboyhut und der gemeinen Lache, die auch noch die größte Bosheit begleitet, schrieb er TV-Geschichte wie vor ihm nur Kojak und Lassie. Egal, ob er seinen Erzfeind Cliff Barnes (Ken Kercheval) austrickst, den Bruder Bobby (Patrick Duffy) aufs Kreuz legt oder seine Frau Sue Ellen (Linda Gray) zum 37. Mal betrügt – er genießt seine Bosheit in vollen Zügen.

Mit dieser Figur könne sich das Publikum identifizieren, sagte Hagman Jahre später gewohnt burschikos. „Ich denke, jeder hat doch ein Arschloch wie J. R. in seiner Familie.“

Legendär wurde der „Cliffhanger“ nach den Schüssen auf J. R. im März 1980. Die US-Zuschauer mussten wegen der Sommerpause mehr als ein halbes Jahr auf die Auflösung des Rätsels warten. Jugendliche trugen T-Shirts mit der Aufschrift „I shot J. R.“ (Ich habe J. R. erschossen).

Als dann am 21. November die erlösende Folge lief, saß die halbe Nation vor dem Bildschirm. Es war übrigens Schwägerin Kristin Shepard, die später tot im Swimmingpool treibt. Was schließlich das Ende der Serie besiegelte, ist nicht überliefert. Jedenfalls wurden die Geschichten immer kruder, die Produktion immer teurer. Die Serie endet in den USA 1991 mit dem Hall eines Schusses.

Ob J. R. sich erschossen hat, wissen wir bis heute nicht.

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