Bad Tölz - Das ZDF setzt donnerstags auf Bergidylle: Der „Bergdoktor“ und die „Bergretter“ machten den Anfang, dann kamen die Hebamme „Lena Lorenz“, das „Team Alpin“ und in diesem Frühjahr „Gipfelstürmer – Das Berginternat“. Letzteres geht nun mit zwei neuen Folgen in die nächste Runde. An diesem Donnerstag (20.15 Uhr) ist „Wir sind anders“ zu sehen, die Folge mit dem Untertitel „Dabei sein ist alles“ schließt eine Woche später an. Im Mittelpunkt stehen die Schüler eines Sportinternates und eine Sozialpädagogin.
Das fiktive Sportinternat liegt in der Nähe von Bad Tölz in Oberbayern, die Geschichten spielen zwischen Königssee und Karwendelgebirge – beste Bedingungen für die jungen Rodler, Radler, Ruderer und Leichtathleten. Sozialpädagogin Nele (Maya Haddad) hat ein offenes Ohr für die Anliegen der Jugendlichen und versucht, den Leistungsdruck abzufedern.
Die Rodlergruppe steht vor einem Wettkampf. Philipp (Florian Schmid) und Amir (Jawad Rajpoot) haben Stress miteinander und dann im Training einen Unfall. Der Wettkampf droht zu platzen. Ben (Paul Busche), der Sohn einer Lehrerin, reist an. Der Schüler war mal eine Rodelhoffnung – seit einem Unfall geht er jedoch an Krücken. Nun will und soll Ben dem Rodelteam helfen.
Beim Training hat Rodellegende und Olympiasieger Georg Hackl einen Gastauftritt – er spielt sich selbst, den Hackl Schorsch.
Der turbulente Schulalltag ist von Regisseur Andi Niessner unterhaltsam, aber auch ein wenig klischeehaft in Szene gesetzt: überehrgeizige Eltern, unter Druck stehende Schüler, Ehestress, Inklusion behinderter Sportler und zwei Jungs, denen nachgesagt wird, sie seien schwul.
„Gipfelstürmer – Das Berginternat“ ist inhaltlich zwar bisweilen etwas überfrachtet, bietet aber letztendlichgenerationenübergreifendes Familienfernsehen.
