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Neuwahlen in Thüringen   im April 2021 – MP-Wahl im März
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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Wechselspiel zwischen Theorie und Praxis

29.01.2020

Berlin Die Ausbildung an der Polizeihochschule Halle ist für die vier Studenten Inka (Luise von Finckh), Ann-Christin (Jane Chirwa), Kilian (François Goeske) und Marc (Timmi Trinks) eine spannende Zeit. Mit Elan beginnen sie das neue Praxissemester und dürfen gleich zur Aufklärung eines Falles beitragen, in den sie ungewollt verwickelt werden: Während einer Kinovorstellung, die sie gemeinsam besuchen, ereignet sich unbemerkt ein Mord. Das Opfer ist der Student Alexander.

Wenn an diesem Mittwoch (19.25 Uhr) die ZDF-Serie „Blutige Anfänger“ startet, lässt sich über den Täter zunächst nur spekulieren. In der ersten Folge „Selfie, Mord und Totschlag“ legt Regisseur Gero Weinreuter mehrere Fährten. Es könnte der Kinovorführer Sören (Oscar Hoppe) sein, der Anzeichen von Nervosität zeigt, als ihn der Polizeinachwuchs befragt. Ins Visier gerät aber auch Michelle (Silvana Damm), die Freundin des Opfers – genauso wie deren Bruder Dominik (Maximilian Pekrul), der ihr ein widersprüchliches Alibi gibt.

Die Polizeischüler stürzen sich in die Ermittlungen und freuen sich, dass sie den öden Seminaren endlich entkommen können. Außer Ehrgeiz zeigen die Hauptfiguren jedoch keine weiteren Charakterzüge, die sie auszeichnen und voneinander abgrenzen. Zumindest in der ersten Folge fehlt es ihnen noch an Tiefe, sodass sie durchweg eindimensional bleiben.

Mehr Konturen weist Leonie (Larissa Marolt) auf, die Fünfte im Bunde. Die attraktive wie impulsive Femme fatale scheint sich weniger für die Polizeiarbeit zu interessieren als für einen Professor, mit dem sie eine Affäre hatte. Dass das amouröse Abenteuer nicht glücklich endet, wird bereits zu Beginn angedeutet. Am Ende der Folge eskaliert der Konflikt und mündet in einen Cliffhanger, der einen neuen Kriminalfall verspricht.

Bis dahin haben die Nachwuchspolizisten aber noch mit dem „Kinomörder“ alle Hände voll zu tun. Zwar können sie ihn in den 45 Minuten Sendezeit schließlich entlarven, doch das ist zum großen Teil auch das Verdienst des Drehbuchs, das es den „blutigen Anfängern“ ziemlich einfach macht. Stellenweise wirkt es sehr konstruiert und unausgegoren. Die Figuren diskutieren mehr, als dass sie handeln, was den Ermittlungen ein wenig die Spannung nimmt.

Bei der Inszenierung setzt Regisseur Gero Weinreuter auf ein Wechselspiel zwischen Hochschule und wahrem Leben, streut aber häufig Stimmungsbilder von der Stadt Halle (Saale) ein und arbeitet gelegentlich mit Sequenzen in Zeitlupe. Am Ende geht alles dann doch sehr schnell.

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