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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Was Ost und West vereint und trennt

09.04.2019

Berlin Joachim Gauck war Jugendpastor in Rostock, Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde und der erste ostdeutsche Bundespräsident. In der Biografie des 79-Jährigen spiegelt sich deutsch-deutsche Geschichte auf ungewöhnliche Weise. Die Dokumentation „30 Jahre Mauerfall – Joachim Gaucks Suche nach der Einheit“ von Stephan Lamby und Florian Huber setzt sich damit auseinander und fragt: Wie nah sind sich Ost und West – oder wie fern?

Es ist ein ausgesprochen gelungener Film geworden. Zu den Stärken der Dokumentation gehören die vielen Gespräche, in denen sich der Altbundespräsident auch mit jenen austauscht, die nicht so ticken wie er selbst. Im ZDF ist sie an diesem Dienstag (20.15 Uhr) zu sehen, bei Phoenix am Donnerstag (11. April, 21 Uhr).

Gauck geht in der Dokumentation auf Spurensuche. Er spricht mit Lothar de Maizière, dem letzten Regierungschef der DDR, über das Wendejahr 1989/90 und mit Wolfgang Schäuble, dem heutigen Bundestagspräsidenten und damaligen Innenminister der Bundesrepublik, über das wiedervereinigte Deutschland. Und er begegnet auch denen, die wenig Respekt für ihn erkennen lassen.

Im Oktober 2016 kam Gauck zur Feier der deutschen Einheit nach Dresden. Die Filmaufnahmen von damals zeigen eine aufgebrachte Menge, die ihm „Volksverräter“ entgegenruft – der harte Kern der Pegida-Demonstranten. Diesmal reist er ins sächsische Torgau, um René Jahn zu sprechen, einen der Pegida-Gründer.

In Berlin ist Gauck mit Marianne Birthler verabredet, der DDR-Bürgerrechtlerin, die im Jahr 2000 seine Nachfolgerin an der Spitze der Stasi-Unterlagen-Behörde wurde.

Mit Birthler weiß sich Gauck in vielem einig, anders als mit Frauke Petry, die in der AfD Karriere machte, bevor sie die Partei verließ.

In Rostock, wo er in den 70er und 80er Jahren Pastor war, trifft sich Gauck am Bahnhof mit seinem Sohn Christian. Drei seiner vier Kinder haben die DDR verlassen, Christian 1987 – mit einem Zug ab dem Bahnhof, wo die beiden nun noch einmal an den Gleisen stehen. „Im Moment des Abschieds wollte ich cool bleiben“, erzählt der Vater – und sich nicht anmerken lassen, was er fühlte.

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