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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Fernsehen: Hochzeit zwischen Prügelei und launigen Dialogen

26.03.2020

Berlin Die Titel klangen nicht unbedingt nach Fortsetzung. Doch die ARD-Komödien „Meine Mutter ist unmöglich“ (2018) und „Meine Mutter spielt verrückt“ (2019) sind bei den Zuschauern gut angekommen. Die neue Episode „Meine Mutter traut sich was“ folgt am Freitag, 27. März, um 20.15 Uhr im Ersten.

„Du bist aber alt geworden“ – mit diesen Worten begrüßt Mutter Luise van Berg (Sabine von Maydell) ihren Sohn Rufus (Stephan Luca) in seinem schönen Landgasthof „Kupferkessel“ in der Eifel. Der lächelt gequält, hat sie doch noch weitere uncharmante Seiten – so besteht die praktizierende Esoterikerin auf der Anrede „Sie“, liebt Intrigen und ist meistens schlecht gelaunt. Ihr Gatte Carl (Walter Kreye) hingegen ist den jungen Frauen zugetan und bietet seiner zukünftigen Schwiegertochter Toni (Diana Amft) sogleich das „Du“ an.

Denn der Grund für ihre Anreise (in einem schönen alten VW-Bus) ist die bevorstehende Hochzeit von Rufus und Toni. Deren Mutter Heidi (Margarita Broich) ist schon ganz aus dem Häuschen und plant eine riesige Feier, während das Brautpaar am liebsten auf einer fernen Insel vor den Traualtar treten möchte.

Mit einer großen Feier hat im vorigen Jahr auch Margarita Broich (59, „Tatort“, „Unheimlich perfekte Freunde“) zum ersten Mal geheiratet, und dazu sagt sie im ARD-Interview: „Ja, es war Stress, aber der schönste Stress. Auf meiner Hochzeit gab es ein riesiges Essen, und das wurde von meinen Kindern, meinen Freunden und uns beiden gekocht. Kein Catering! Da wird es doch in jeder Küche stressig. 60 Gäste gleichzeitig zu bewirten war eine strategische Meisterleistung unserer Kinder. Das Heiraten selbst war dagegen ein Klacks.“

Das ist es hier leider nicht, was vor allem durch eine erschreckend harmlose Erzählung und laue Dialoge deutlich wird. Immerhin streuen sie ein paar schöne Landschaftsbilder ein, und die Schauspieler – allen voran Margarita Broich – reißen so einiges raus.

Die Film-Figuren sind nicht alle unbedingt sympathisch: Luise redet ziemlich geschwollen und entpuppt sich als wahre Schreckschraube, während Carl sich angesichts einer drohenden Scheidung mehr um sie zu bemühen versucht.

Für witzige Momente sorgt Tonis Ex Hajü (Nikolaus Benda), der sich mit Fremdwörtern schwer tut und einen zünftigen Junggesellenabschied organisiert. Vom Hocker reißt einen das nicht gerade, aber die Prügelei in der Kirche zum Schluss ist dann doch ganz hübsch geraten.

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