Berlin - Sie schreien, weinen, lachen und jubeln: In der Burlington Bar in Chicago schauen die Besucher seit Jahren die neusten Folgen der Fantasy-Saga „Game of Thrones“ zusammen. Am Sonntag (14. April) werden die Besucher wieder den einen oder anderen Beruhigungsschnaps brauchen. Dann startet auf dem US-Sender HBO die Kultserie in die achte und letzte Staffel.
In Deutschland ist die erste Folge der achten Staffel in der Nacht zu Montag ab 3 Uhr auf Sky Atlantic Thrones HD zu sehen, außerdem über Sky Ticket, Sky Go und Sky Q.
Das Phänomen „Game of Thrones“ begann am 17. April 2011 auf dem amerikanischen Pay-TV-Sender HBO. Für die Serie machten die Verantwortlichen ein Rekord-Budget locker, gedreht wurde in Nordirland, Kroatien, Spanien und Island.
Worum geht es in „GoT“? Eine detaillierte Inhaltsangabe würde ganze Bücher füllen, die Serie ist kompliziert. Im Kern dreht sich alles um die Machtfrage auf dem fiktiven, mittelalterlichen Kontinent Westeros. Mehrere Familien erheben den Anspruch auf den Eisernen Thron. Sie bekriegen sich, schmieden Allianzen, hintergehen Freunde und bauen ihre Macht aus. Doch die wahre Gefahr lauert im Norden. Eine Armee von untoten Eiszombies will die Menschheit auslöschen und ist auf dem Vormarsch.
Genau diesen Kampf werden die Macher in den sechs finalen Episoden ausfechten lassen. Und obwohl sie sich über den Ausgang der Serie in Schweigen hüllen, dürfte klar sein: Am Ende werden Fanlieblinge das Zeitliche segnen.
„Einige Leute werden zufrieden sein. Andere dagegen nicht so sehr“, sagten Sophie Turner und Maisie Williams, die die Schwestern Sansa und Arya Stark spielen, kürzlich in einem Interview. Und Autor George R.R. Martin, auf dessen Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ die Serie beruht, beschreibt das Finale als „bittersüß“.
Die mit zahlreichen Emmys prämierte Fantasy-Saga hat weltweit eine enorme Fangemeinde aufgebaut. Immer wieder loben Fans die Leistungen der Schauspieler, das aufwendige Setting und die unvorhersehbaren Wendungen.
Auch prominente Anhänger fiebern dem Finale entgegen: „Ich bin aufgeregt, weil die Geschichte zu Ende geführt wird. Es ist so, als ob man Freunde verliert“, sagte Hollywoodstar Kiefer Sutherland („24“) der Deutschen Presse-Agentur.
Der bei Dresden geborene Schauspieler Tom Wlaschiha (45) spielte in mehreren „GoT“-Staffeln den Auftragsmörder Jaqen H’ghar. „Es war eine super schöne Zeit und hat für mich beruflich sehr viele Dinge verändert“, sagte er. „Auf der anderen Seite glaube ich, dass jede schöne Sache auch mal zu Ende gehen muss.“
Und auch, wenn „Game of Thrones“ in wenigen Wochen Geschichte ist, HBO hat bereits fünf Nachfolge-Serien in der Mache, eine davon bekam schon grünes Licht. Sie soll mehrere tausend Jahre vor den Ereignissen in „Game of Thrones“ spielen.
