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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Schulalltag im bayerischen Voralpenland

03.04.2019

Berlin Es läuft „Daheim in den Bergen“ und „St. Josef am Berg“ im Ersten, „Die Bergretter“ und „Der Bergdoktor“ im ZDF. Doch Berge gibt’s noch mehr, und so gelangt jetzt ein neues Format ins Programm, das den Titel „Gipfelstürmer – Das Berginternat“ trägt. Die erste Folge – „Die Neue“ – ist an diesem Donnerstag zu sehen, die zweite („Flieg, Liv, flieg“) dann am 11. April, beide um 20.15 Uhr im ZDF.

Nele Seitz (Maya Haddad) aus Köln bekommt ein Jobangebot im bayerischen Voralpenland: Im Sportinternat Schloss Bergbrunn soll sie als Sozialpädagogin arbeiten. Die Direktorin Gitta Engel (Katja Weitzenböck) kennt Nele bereits als Dozentin aus ihrem Studium. Obwohl sie noch gar keinen Vertrag hat, muss sie sich sofort um den Schüler und Star-Mountainbiker Konstantin (Paul Triller) kümmern, der seine Bergtouren live filmt und direkt ins Netz stellt. Er gerät in Verdacht, eine Referendarin mit einem gefakten Handyfoto zu mobben.

Im zweiten Film geht es um eine junge Weitspringerin, die unverhofft von einem Mitschüler schwanger wird. Ganz nebenbei muss Nele eigene Schicksalsschläge verkraften und sich mit Liebeswirren auseinandersetzen.

Die Schauspieler geben sich Mühe, so wie Katja Weitzenböck und Felix von Manteuffel als ihr Halbbruder, mit dem sie sich um das Erbe des Schlosses streiten muss. Regisseur Jakob Schäuffelen („Die Bergretter“) hat beide Filme nach den Drehbüchern von Anna Tebbe inszeniert. Gedreht wurde in München, Bad Tölz und auf Schloss Reichersbeuern, in dem sich tatsächlich eine Schule als Tagesheim und Internat befindet.

Titelgebend für die beiden Filme ist „Der Gipfelsturm“, eine mehrtägige Gebirgsrallye mit einer Mischung aus Bergsteigen und Schnitzeljagd. So manches in den beiden Filmen mag durchaus ernst gemeint sein, kommt jedoch eher klischeehaft oder fast albern rüber. Die aufstrebenden Schüler sind überwiegend Teenager, werden aber erschreckend naiv bis kindisch dargestellt. Das Lehrpersonal kommt so gut wie gar nicht vor, einzig Frau Direktorin Engel macht ihrem Nachnamen alle Ehre und versucht, mit milder Strenge irgendwie alles zu richten, was angesichts von Alltagsweisheiten wie „Man kann sich seine Eltern ja bekanntlich nicht aussuchen“ allenfalls als Phrase funktioniert.

Schöne Landschaftsaufnahmen begleiten die „Gipfelstürmer“ – doch der Weg zu einer Gipfel-Reihe ist noch ziemlich steil.

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