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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

An Schauspielschule durchgefallen

20.05.2019

Berlin Als Zahnarzthelferin Häppchen spielte sie sich in die Herzen des DDR-Fernsehpublikums – und schaffte vor dem Mauerfall den Sprung ins West-Fernsehen. Als Prostituierte Hermine lernte sie im Hamburger „Großstadtrevier“ den „tollen Kollegen“ Jan Fedder kennen. Und in „Die Novizinnen“ war sie die (ost)deutsche Stimme von Brigitte Bardot. Helga Piur hat rund 300 Rollen gespielt – auf der Theaterbühne, auf der Leinwand und vor allem im Fernsehen. Vor ihrem 80. Geburtstag am 24. Mai sagt die sympathische Schauspielerin: „Ich fiel immer von einer Sache in die andere – und würde alles immer wieder machen.“

Vor dem Karrierebeginn gab es einen großen Stolperstein: Bei der Aufnahmeprüfung der Berliner Schauspielschule fiel die junge Berlinerin, die als Kind im DDR-Rundfunk-Chor sang, durch. „Aber ich wollte unbedingt Schauspielerin werden!“, blickt sie zurück. Deshalb habe sie den großen Eduard von Winterstein angerufen, bei ihm vorgesprochen – und wurde seine Meisterschülerin. Er vermittelte ihr weitere Dozenten. „Ich war eine Besessene“, blickt Piur auf diese Zeit zurück, in der sie ihr Geld noch als Sekretärin bei einem Verlag verdiente. Als 20-Jährige bekam sie ihre erste Rolle: das freche „Bastelinchen“ in „Bahnhof Puppenstadt“ im DDR-Kinderfernsehen. Danach musste sie noch lange sehr oft Töchter spielen. „Ich sah so jung aus.“ Schon 1960 gelang der jungen Piur der Sprung auf die Kinoleinwand. Ihrem ersten Defa-Film „Wo der Zug nicht lange hält“ folgten etwa „Die aus der 12b“, „Heilmittel gegen Liebe“, „Republik der Amazonen“ sowie „Orpheus in der Unterwelt“ – da sahen die Kinobesucher sie nahezu unverhüllt.

Von 1967 bis 1982 war sie Brigitte Neumann in der Hörspielserie „Neumann, zweimal klingeln“ auf Radio DDR I. Trotz vieler Rollen ist Helga Piur für die Zuschauer einfach nur Häppchen. Noch heute trägt sie den Dutt so wie die beliebte Zahnarzthelferin in der DDR-Arzt-Serie „Zahn um Zahn“. „Häppchen ist die Sehnsucht der Menschen nach Liebe, heiler Welt und Verstandenwerden“, sagt Piur auf die Frage, warum die Serie so beliebt war. Selbst westlich der Mauer sorgte die Serie für Interesse: „RTL nahm Kontakt mit dem Intendanten des DDR-Fernsehens auf, um sie zu kaufen“, so Piur.

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