BERLIN - Molly und Mops stehen wieder vor dem Nichts. Die rundliche Tortenbäckerin (Monika Reithofer) ist mit ihrem Salzburger Cafè, mit dessen Eröffnung der erste Film der Reihe im August 2008 geendet hatte, Pleite gegangen. Die hübsche junge Frau und ihre tierische Begleiterin landen buchstäblich auf der Straße. Da kommt ein Schokoladenwettbewerb in Wien gerade recht, denn es gibt 30 000 Euro zu gewinnen.

Die zuckerige Komödie mit dem Titel „Das Leben ist kein Gugelhupf“ sendet das ZDF an diesem Donnerstag um 20.15 Uhr. Der dritte Teil „Ein Mops kommt selten allein“ folgt am 23. August. 2008 waren unter den 4,74 Millionen Fernsehzuschauern viele junge Leute gewesen.

Zunächst muss sich Molly unter dem grotesken Regiment des Wettbewerb-Ausrichters (Herbert Knaup) angesichts kaputt gehender Torten, einer intriganten Rivalin und eines feschen Mitbewerbers namens Lukas (Martin Menzel) bewähren. Doch zum Glück gibt es ja die alte Frauensolidarität mit Freundin Azra (Atischeh Hannah Braun), Oma Klara (Monika Baumgartner) – und der treugesichtigen Mopshündin. All das inszeniert mit sehr leichter Hand Michael Karen nach dem Drehbuch von Anna Morgenrot aufgrund einer Idee von Produzent Peter Hajek. „Ein hundertprozentiges Plädoyer gegen den Schlankheitswahn“, hatte Hajek nach eigenen Worten bei der Koproduktion von ORF und ZDF im Sinn.

Doch allzu viel Sinnsuche gibt „Molly und Mops“ nicht her. Für einen entspannten Abend mag es aber reichen, sich am Anblick üppiger Mehlspeisen und der schönen Stadt Wien zu erfreuen, am fast slapstickartig agierenden Knaup. Und an der liebenswert natürlichen, attraktiv mopsigen Monika Reithofer, die 2006 noch als Schauspielschülerin für die Rolle gecastet wurde.

Wahrer Star der Filmfolgen ist allerdings der Mops – so bedauerlich überflüssig die albernen Sätze auch sind, die Hella von Sinnen der Hündin in die Schnauze legt. In Wirklichkeit waren es drei Mopsdamen, die von der amerikanischen Star-Tiertrainerin Susan R. Hanson mitgebracht worden waren.

„Ich mag die Tiere total gern, sie leben nur leider wieder in Amerika. Mit der Trainerin pflege ich Briefkontakt“, schwärmt Reithofer. „Isabella ist unser Hauptmops, dann gibt es den Action-Mops Emily und die Colibri, das ist der Kuschelmops – mein Lieblingsmops.“