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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Mehr deutliche Kritik statt Kuschelkurs

11.09.2019

Berlin Die Werbepause läuft, Mark Forster und Co. bekommen kleine Häppchen serviert. Rapper Sido rührt seinen Obstteller aber kaum an, sondern reicht ihn weiter ins Publikum. Der Neuzugang der neunten „The Voice of Germany“-Staffel, die an diesem Donnerstag (20.15 Uhr) startet, gibt sich als Mann des Volkes. Zu den Kandidaten der Musikshow ist er dagegen auch mal uncharmant.

„Das mache ich immer so. Ich denke, die Leute wissen, wen sie sich geholt haben und erwarten das vielleicht auch“, sagt der Berliner. Wenn dem 38-Jährigen ein Auftritt nicht gefällt, dann sagt er das auch – gern auch mal deutlich.

So richtig gewohnt sind das die Zuschauer der ProSieben/Sat.1-Show nicht. Schließlich gilt die eher als Kuschel-Casting, im Gegensatz zum oft etwas krawalligeren RTL-Pendant „Deutschland sucht den Superstar“. In den acht Staffeln zuvor übten die berühmten Coaches eher zurückhaltende Kritik. Der entwaffnend ehrliche, teils lustlos wirkende Sido bringt eine neue Note in die Show.

Ebenso wie Alice Merton, die 2017 mit „No Roots“ in mehreren Ländern einen Hit landete. Die 25-Jährige erinnert auf ihrem roten Coaching-Stuhl ab und zu an eine Musikprofessorin, die auf kleinste Details achtet. Kein Wunder, schließlich studierte sie ab 2013 an der Popakademie Baden-Württemberg.

Neben den Neuen und Dauerbrenner Mark Forster ist in der neunten Staffel auch Rocksänger Rea Garvey dabei – und feiert damit sein zweites Comeback. „Man steigt bei ,The Voice‘ aus, freut sich aber immer wieder über eine Einladung“, sagt der Ire über seine erneute Rückkehr.

In der Premierenstaffel 2011 betreute der 46-Jährige im Finale Michael Schulte, der sieben Jahre später beim Eurovision Song Contest mit „You Let Me Walk Alone“ für das beste deutsche Abschneiden seit Langem sorgte. Außer Schulte oder Max Giesinger hat aber kaum ein „Voice“-Kandidat den Durchbruch geschafft.

„Man darf nicht vergessen, dass nur weniger als ein Prozent aller Musiker Erfolg haben. Und dann zu erwarten, dass jedes Jahr ein Kandidat von ,The Voice‘ oder einer anderen Show dazukommt, ist ein bisschen unfair“, erklärt Garvey.

Viele der früheren Kandidaten haben sich über die sozialen Medien ihre Fangemeinde aufgebaut und treten mittlerweile vor größerem Publikum auf, so wie das Duo Jonny & Jakob, Linus Bruhn oder Natia Todua. Auch der Sieger der vergangenen Staffel, Samuel Rösch, gibt mit seiner Band regelmäßig Konzerte. Das ist aber keine Garantie für eine lange Karriere.

Das sieht auch der strenge Coach Sido so. Er verrät, was bei ihm gar nicht ankommt: „Ich mag es zum Beispiel nicht, wenn Sänger auf den Boden gucken.“

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