• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Neue Netflix-Serie „dark“: Schwarzwald aus dem Filmstudio

29.11.2017

Berlin Winden ist ein beschauliches Städtchen im mittleren Schwarzwald mit knapp 3000 Einwohnern. In der neuen Fernsehserie „Dark“, die an diesem Freitag beim Streamingdienst Netflix anläuft, wird Winden zum Mittelpunkt des Verbrechens. Die Einwohner des Ortes haben von den Dreharbeiten nichts mitbekommen. Denn produziert wurden die zehn Episoden in Berlin, zum Teil mit Hilfe von Computeranimation.

Netflix’ erste deutsche Serie

Der 1. Dezember ist für den US-Streamingdienst, der ebenso wie Amazon Prime in den vergangenen zwei Jahren Deutschlands Serienunterhaltung aufmischte, ein denkwürdiger Tag. Denn erstmals versucht sich Netflix, mit einer in Deutschland hergestellten Serie auf dem internationalen Markt durchzusetzen – bei einem Publikum von derzeit knapp 110 Millionen Abonnenten in 190 Ländern, wie das Unternehmen angibt.

Dabei haben andere schon vorgelegt: zum Beispiel der vermutlich drittstärkste Streamingdienst Deutschlands, die ProSiebenSat.1-Tochter Maxdome, die im Januar die Comedy „Jerks“ mit Fahri Yardim und Christian Ulmen veröffentlichte und in Staffel zwei geht. Und auch Netflix-Konkurrent Amazon Prime, der im Frühjahr Matthias Schweighöfers sechsteilige Thrillerserie „You are Wanted“ auf Sendung schickte und ebenfalls bereits die zweite Staffel ankündigte.

Alles in allem müssen Amazon Prime und Maxdome mit den Klickzahlen zufrieden gewesen sein, denn sonst gäbe es kaum Anschlussproduktionen. Andererseits geben die Dienste nie genaue Nutzerzahlen bekannt. Das heißt, dass das Freizeitverhalten vieler Deutscher, die nur noch im Netz unterwegs sind, wird künftig weitgehend ein Rätsel bleiben.

„Dark“ erinnert an „Twin Peaks“

Auch wer sich „Dark“ anschaut, wird künftig nicht genau zu ermitteln sein. Wer es verpasst, versäumt eine der TV-Serien, die – wie ihr Produzent Quirin Berg – sagt, als eine der wenigen in Deutschland horizontal erzählt werden. Das heißt: nicht in abgeschlossenen Episoden, sondern in einem Rutsch durch. Der Vorteil: „Da wir die Figuren immer weiter entwickeln, haben wir die Chance, einen ganz anderen Sog zu entwickeln“, sagt Berg.

In der Serie, die an eine Deutschland-Version des Mystery- und Thrillerklassikers „Twin Peaks“ erinnert, geht es um vier verschiedene Familien und um zwei verschwundene Kinder mit Zeitreisen in die 1950er und 80er Jahre. Neben zwei Jungdarstellern wie Louis Hoffmann und Lisa Vicari sind bewährte Kräfte wie Oliver Masucci, Jördis Triebel, Mark Waschke, Karoline Eichhorn, Sebastian Rudolph, Anatole Taubman, Maja Schöne und Stephan Kampwirth dabei.

Netflix erfüllt Forderungen der EU-Kommission

Auch wenn „Dark“ hierzulande gedreht wurde: An Deutschland erinnert nur wenig – die Serie könnte fast überall spielen. Netflix kommt mit der Produktion aber der Forderung der EU-Kommission entgegen, nichteuropäische Streaminganbieter sollten 20 Prozent ihrer Produktionen in Europa herstellen.

Beim nächsten Projekt aus dem Hause Netflix dürfte sich das aber entschieden ändern: „Dogs of Berlin“ wird derzeit in der Hauptstadt hergestellt – und das sieht man dann auch.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.