Berlin - Das Leben steckt voller Überraschungen und macht sowieso, was es will. Manchmal läuft alles ziemlich planlos. Ob das auf Dauer gut gehen kann, klärt die Fernsehkomödie „Papa hat keinen Plan“. Sie ist an diesem Freitag um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen.
Der Berliner Klavierbauer Jan Epstein (Lukas Gregorowicz) versteht sein Handwerk. Er ist spezialisiert auf die Restaurierung dieser wertvollen Instrumente. Als Kleinunternehmer und Vater der 16-jährigen Mia (gut: Bianca Nawrath) ist er jedoch weniger begabt. Insgeheim trauert Jan der gescheiterten Ehe mit der Konzertpianistin Serafina (Clelia Sarto) nach, die demnächst den langweilig erscheinenden Einar (Tim Bergmann) ehelichen will. Von Heirat spricht allerdings auch Jans neue und zielstrebige Freundin Stefanie (Johanna Christine Gehlen) viel häufiger, als er das hören möchte.
Und so ist er eigentlich sehr froh, verreisen zu dürfen, muss er doch ein wertvolles Klavier eigenhändig nach Italien bringen. Die unglücklich verliebte Mia begleitet ihren Vater nur zu gern dorthin.
Lucas Gregorowicz (42), den viele Zuschauer aus seiner Rolle als Kommissar im Brandenburger „Polizeiruf 110“ kennen, spielt diesen durchaus sympathischen Jan mit viel Charme und Schusseligkeit, der allmählich lernt, gewisse Dinge auch mal richtig zu machen und Entscheidungen zu treffen.
Regisseur Matthias Steurer (55) macht einiges richtig. Die Geschichte bleibt an den beiden Hauptfiguren (Vater/Tochter) dran, hat viele lustige Momente und bietet hübsche Bilder der sehenswerten Landschaft. Das eine oder andere Klischee erscheint da nicht weiter störend.
Das Drehbuch von Marek Helsner enthält berührende und erhellende Szenen mit guten Dialogen. Und es ist einfach erfreulich, dass die italienischen Darsteller in ihrer eigenen Sprache reden dürfen, was zusätzliche Dynamik in das Geschehen bringt.
