BERLIN - Die ARD und ihre Sorgen am Vorabend – ein Dauerbrenner. Von diesem Freitag (18.50 Uhr) an experimentiert die ARD mit einem neuen Format. Dieter Nuhr (51) und Ralph Caspers (40) präsentieren die Quizshow „Null gewinnt“, in der die Kandidaten so wenige Punkte wie möglich sammeln sollen.

Sogar in einem ARD-eigenen Hörfunkinterview musste sich der als Kabarettist bekannte Nuhr die Frage stellen lassen, ob er vor miesen Quoten Angst habe. „Ob das quotentechnisch in die Hose gehen könnte, mache ich mir – ehrlich gesagt – null Gedanken“, wehrte er sofort ab.

17 Folgen von „Null gewinnt“ sind bis zur Herbstmitte geplant. Die ARD erläuterte das Prinzip anhand eines Beispiels: 100 Menschen werden nach der bekanntesten europäischen Hauptstadt befragt. Die Kandidaten im Studio müssen die Stadt nennen, die am wenigsten genannt wurde. Wenn es keine Überschneidungen gibt, bekommt der Spieler null Punkte und 1000 Euro gutgeschrieben. Es gibt eine Vorrunde, ein Halbfinale und das Finale, in dem 10  000 Euro auf dem Spiel stehen.

Im englischen Fernsehen lief die Show unter dem Titel „Pointless“ und erreichte nach ARD-Angaben einen durchschnittlichen Marktanteil von 10,6 Prozent. Ein Wert, der für ARD-Verhältnisse fast schon astronomisch hoch ist, denn „Gottschalk live“ und auch so manche Krimiserie hatten schwer an der Fünf-Prozent-Hürde zu knacken.