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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Entführung am Berliner Stadtrand

20.11.2017

Berlin Ein Villenviertel am Rande von Berlin, die Welt scheint in Ordnung: Eine Schar Kinder streift friedlich im Laternenumzug durch die Straßen. Nur wenige Meter entfernt schiebt eine Frau ihren Kinderwagen durch die Häuserzeilen – sie rechnet nicht damit, dass der kleine Janosch (Dario Prodoehl) zu ihr rennt, einen Blick in den Kinderwagen wirft und nur eine Puppe entdeckt.

Mit dieser merkwürdigen Szene beginnt der ZDF-Krimi „Der Kommissar und das Kind“ an diesem Montag (20.15 Uhr). Das Verbrechen ereignet sich kurz danach: Fernsehmoderatorin Caroline Schäfer (Anja Kling) und ihr Mann Till (Magnus Krepper) haben Freunde eingeladen, zum ersten Mal knapp zwei Jahre nach Geburt der kleinen Paulina, denn das Kind kann nach langer Gewöhnungszeit endlich durchschlafen.

Als Caroline die schlafende Kleine präsentieren möchte, passiert das Unfassbare: Paulina ist verschwunden – statt des kleinen Mädchens liegt nur eine Puppe im Kinderbett. Die Welt bricht für die Schäfers zusammen – Kommissar Martin Brühl (Roeland Wiesnekker) und Kriminalpsychologin Susanne Koch (Meike Droste) sind schnell vor Ort und stellen fest: Der Täter hat die eine Handbreit geöffnete Außentür genutzt und die Kleine entführt.

Für Kriminalpsychologin Koch ist schnell klar, dass der Kidnapper der Mutter eine Botschaft übermitteln wollte: Die Puppe sage: Sie reiche doch für die Mutter, für ein echtes Kind habe die doch gar keine Zeit. Kollege Brühl erwartet eine Lösegeldforderung. Für ihn entwickelt die Entführung viele Parallelen zum Fall Michel zwei Jahre zuvor – eine Geschichte, die er nie gelöst hat. Dieses Mal will er es besser machen und verspricht der Mutter: „Ich bringe Ihnen Ihr Kind zurück!“

Der Krimi von Andreas Senn lebt vom Wechselspiel des ausgebufften Ermittlers, der ohne Schlaf an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit geht, und seiner Kollegin, der eindringlich fragenden Psychologin, die allein auf ihre Methoden vertraut. Beide sind gute Figuren, beide haben ihre Vorgeschichten, vor allem miteinander. Bis zum Schluss wird nicht klar, ob beide eine gemeinsame Zukunft haben könnten, zu unterschiedlich sind sie geprägt. Auch ihre Methoden prallen aufeinander. Beide stecken in der Sackgasse – wäre da nicht Janosch.

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