BERLIN - Ungefähr einmal in zwei Jahren erlaubt sich der Kölner Privatsender RTL eine richtige Katastrophe. Mal ist es die Sturmflut, die Hamburg wegschwemmt, mal ist es ein Vulkan, der die ganze Eifel in Schutt und Asche legt. Jetzt ist es das Luftschiff LZ 129 mit dem Namen „Hindenburg“, das am 6. Mai 1937 im amerikanischen Lakehurst in Flammen aufging und 36 Menschen in den Tod riss und nun noch einmal an diesem Sonntag und Montag (6./7. Februar, jeweils 20.15 Uhr) für zehn Millionen Euro Produktionskosten abstürzt.

Damit es ein runder Abend wird, sendet RTL am Sonntag im Anschluss an den ersten Teil eine Dokumentation mit dem Titel „Die letzten Stunden der „Hindenburg““. Die Sendung „ZDF History“, verantwortet und moderiert von Guido Knopp, hatte passenderweise bereits am vergangenen Sonntag die „Hindenburg“-Katastrophe thematisiert.

Das Besondere an der RTL-Dokumentation: In ihr kommt der letzte noch lebende Passagier der „Hindenburg“ zu Wort: Der Kabinenjunge Werner Franz, Jahrgang 1922. Er hatte auf dem Luftschiff 1936 angeheuert. Ihm sei der Boden unter den Füßen weggerutscht, erinnert sich Franz. „Ich hing da in der Luft, freischwebend.“

Der Großteil des Zweiteilers, der am Sonntag unter anderem gegen einen ARD-„Polizeiruf 110“ anzukämpfen hat, wurde in Köln-Ossendorf gedreht. Hannes Jaenicke, Heiner Lauterbach, Greta Scacchi, Ulrich Noethen, Christiane Paul, Stacy Keach, Maximilian Simonischek, Lauren Lee Smith und Wotan Wilke Möhring besetzen die Hauptrollen.

Teile des Zeppelins, dessen Absturzursache nie ganz geklärt wurde, sind originalgetreu nachgebaut. Durch ein Hydraulik-System können die Absturzszenen durch authentische Kippung gedreht werden.