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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Geschichte: Als Deutschland in Trümmern lag

29.04.2020

Bonn Noch gibt es Zeitzeugen. Doch der 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai dürfte die letzte große Gelegenheit sein, Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen, die eigene Erinnerungen beisteuern können.

Und so liefern die öffentlich-rechtlichen TV-Sender zum Jahrestag eine große Bandbreite von Geschichten, die erzählt werden wollen und müssen. Zahlreiche Dokumentationen, Zeitzeugenberichte und Spielfilme beleuchten den Krieg und seine Folgen. Ein stichpunktartiger Überblick.

Kinder des Krieges

Das multimediale ARD-Projekt „Kinder des Krieges“ erzählt das Schlüsseljahr 1945 aus der Sicht der Kinder. Zeitzeugen erinnern sich an die Abgründe ihrer Kindheit, aber auch an die große Hoffnung nach Kriegsende. Die gleichnamige, 90-minütige Dokumentation strahlt Das Erste am 4. Mai um 20.15 Uhr aus. Sie bildet das Herzstück eines multimedialen Schwerpunkts im Ersten zum Thema, mit vielen weiteren Beiträgen in Fernsehen, Hörfunk, Mediathek, Audiothek und online.

Bereits in der Mediathek zeigt Das Erste „Kinderraub der Nazis – Die vergessenen Opfer“ und erinnert damit an ein noch immer wenig bearbeitetes Kapitel der Kriegsgeschichte: Zehntausende polnische Kinder wurden von den Nazis entführt und zwangsgermanisiert. Die betagten Zeitzeugen berichten über ihre geraubte Kindheit und die lebenslange Suche nach ihrer wahren Familie.

In „MDR Zeitreise. Kinder des Krieges – Trauma einer Generation“ sprechen Zeit-zeugen am 3. Mai um 22.20 Uhr zum ersten Mal über ihre Kindheitserfahrungen. Das rbb-Fernsehen (Rundfunk Berlin-Brandenburg) blickt am 3. Mai um 23.05 Uhr auf einen Massensuizid in einer vorpommerschen Kleinstadt, als die Rote Armee im Frühjahr 1945 den Ort einnahm. „Über Leben in Demmin“ heißt der Dokumentarfilm von Martin Farkas.

Täter und Retter

Nicht weniger intensiv greift das ZDF mit vielen Dokumentationen den 75. Jahrestag auf. Bereits in der Mediathek zu finden ist die „ZDFzeit“-Doku „Wir im Krieg: Privatfilme aus Hitlers Reich“, die am Dienstag ab 20.25 Uhr im TV lief. Um 22.15 Uhr zeigte das ZDF die „37 Grad“-Doku „Zum Glück gab’s diese Kuh – Wie Eva Erben den Holocaust überlebte“. Bauern haben der heute 89-Jährigen das Leben gerettet. „ZDF- History“ sendet am 3. Mai um 23.45 Uhr „Kinder im Krieg – Was unsere Eltern erlebten“.

DeutschLand Von Oben

Am 5. Mai strahlt das ZDF „Deutschland von oben – 1945“ mit eindringlichen historischen Luftaufnahmen aus. Sie zeigen das Ausmaß der Kriegszerstörungen. Das Material wurde von den Alliierten in Farbe gedreht und eigens für den Beitrag digitalisiert sowie aufwendig restauriert.

Waffenstillstand

3sat sendet am 4. Mai um 22.25 Uhr den Dokumentarfilm von Hans-Dieter Grabe „Waffenstillstand – Mein Sommer ‘45 in Dresden“. In Erinnerungsfragmenten vermittelt Grabe, wie er als Achtjähriger das Kriegsende erlebte. Das ZDF-Magazin „sonntags“ befasst sich am 10. Mai ab 9.03 Uhr mit dem Kriegsende und fragt, wie wichtig heute die Versöhnung über Grenzen hinweg ist.

Die letzten Tage

Auch ZDFinfo ist vollgepackt mit Sendungen zum Jahrestag. Am 1. Mai strahlt der Sender zwischen 9.45 Uhr und Mitternacht insgesamt 20 Dokumentationen aus. So läuft von 18.45 bis 21 Uhr die dreiteilige Reihe „Countdown zum Kriegsende – Die letzten 100 Tage“. Folge 3, „Untergang und Befreiung“, wird ab 20.15 Uhr erstmals zu sehen sein. Weitere Reihen sind „Der Zweite Weltkrieg“ und „Hitlers Tod“.

Auch am 5. Mai erinnert ZDFinfo von 12.45 bis 18.45 Uhr mit acht Dokumentationen an das Kriegsende. Aber auch Spielfilme greifen das historische Ereignis auf. Das ZDF zeigt am 7. Mai um 0.45 Uhr die Tragikomödie „Es war einmal in Deutschland...“, die mit bissigem Witz über Juden im Nachkriegsdeutschland erzählt.

Der 8. Mai

Am 8. Mai läuft um 0.00 Uhr das Kriegsdrama „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“; eine Gruppe junger deutscher Kriegsgefangener muss darin einen verminten Strandabschnitt freiräumen.

3sat strahlt am 8. Mai um 22.25 Uhr in Erstausstrahlung Robert Schwentkes stark stilisiertes und in Schwarz-Weiß gefilmtes Drama „Der Hauptmann“ aus. In der Geschichte findet ein junger Gefreiter auf der Flucht eine Hauptmannsuniform und übernimmt die Rolle.

Am 10. Mai sendet 3sat um 11.10 Uhr das preisgekrönte Schweizer Flüchtlingsdrama „Die letzte Chance“ aus dem Jahr 1945. Zwei entlaufene Kriegsgefangene helfen einer Gruppe Juden. Der Film von Regisseur Leopold Lindtberg wurde zum Welterfolg.

Auch die Kirchen gedenken des Kriegsendes vor exakt 75 Jahren. Am 8. Mai überträgt der rbb um 10 Uhr live für Das Erste einen ökumenischen Gottesdienst aus dem Berliner Dom.

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