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Porträt: Geistlicher mit Vorliebe für Yoga

24.07.2018

Bonn Mehr als drei Jahre hat die Regisseurin und Autorin Britta Wauer den Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern, William „Willy“ Wolff, mit der Kamera begleitet. In zahlreichen Gesprächen blickt er auf sein bewegtes Leben zurück und erzählt von seinem lebenslangen Wunsch, Rabbiner zu werden. Wolff studierte Nationalökonomie in England und machte als Journalist Karriere.

Unter anderem arbeitete er als Ressortleiter Politik beim „Daily Mirror“. Außerdem – auch da war die Autorin mit der Kamera dabei –, liebt er Yoga und Massage, Weihnachtslieder in der Kirche von Schloss Windsor und die jährlichen Pferderennen in Ascot. Die ARD zeigt den 90-minütigen Dokumentarfilm „Rabbi Wolff“ an diesem Mittwoch um 22.45 Uhr.

William Wolff ist ein Bilderbuch-Rabbi, fit und charmant. 1927 in einer jüdisch-orthodoxen Familie in Berlin geboren, flüchtete er 1933 mit seiner Familie nach Amsterdam, dann weiter nach England. Er war jahrzehntelang politischer Korrespondent in London und begleitete auch den britischen Außenminister auf seinen Reisen. 2003 ging sein Traum in Erfüllung. Er wurde Landesrabbiner von Schwerin, Rostock und Wismar, deren jüdische Gemeindemitglieder fast ausschließlich Zuwanderer aus früheren Sowjetrepubliken sind. Wolff ist britischer Staatsbürger und hat seinen Hauptwohnsitz in der Nähe von London. Seine Predigten trägt er meist auf Russisch vor.

Rabbi Wolff ist ein vielgefragter Geistlicher. Stefanie Horn aus dem Leo-Baeck-Zentrum im israelischen Haifa zum Beispiel freut sich immer, wenn sie ihn zu Gast hat. Von der Autorin nach der besonderen Anziehungskraft von Rabbi Wolff befragt, meint sie, dass er eine starke Wirkung auf Menschen habe. Sie kenne niemanden, der geeigneter sei als Rabbi Wolff, Menschen einen ersten Einblick in das Judentum zu geben. Jude sein heiße, so betone er unermüdlich, dass der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stünden, und dass sich daran alles, auch Religion und Gebete ausrichten sollten.

Die mehrfach ausgezeichnete Filmemacherin Britta Wauer begleitet den Rabbi seit vielen Jahren. Sie veröffentlichte nicht nur eine Biografie über Wolff. Sie engagierte ihn auch für eine kleine Rolle in „Im Himmel, unter der Erde“, einem Dokumentarfilm über den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee.

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