• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 23 Minuten.

Blaulicht-Ticker für den Nordwesten
Notrufe 110 und 112 über Festnetz nicht erreichbar

NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Doku von Radio Bremen: Wie der Holocaust 1981 ins Fernsehen kam

20.01.2021

Bremen Es ist das Jahr 1981: Zum ersten Mal sprechen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocausts im deutschen Fernsehen in der zweiteiligen Dokumentation „Zeugen – Aussagen zum Mord an einem Volk“ – zur besten Sendezeit. Erst 36 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Bremer Filmemacher Karl Fruchtmann damit den Gegenentwurf zur US-Dramaserie „Holocaust“ geschaffen.

Die neue Radio-Bremen-Dokumentation „Zeugen – Wie der Holocaust ins Fernsehen kam“ von Susanne Brahms und Rainer Krause erzählt heute die dramatische Entstehungsgeschichte dieser Doku. Fruchtmann hatte vor 40 Jahren für die ARD die erste Dokumentation gemacht, in der jüdische Opfer zu Wort kamen. Die Geschichte hat ihn, der selbst in Dachau im KZ gesessen hat, nicht losgelassen. Das Erste zeigt die neue Doku am Montag, 25. Januar, ab 23.35 Uhr, als „Geschichte im Ersten“.

Nur wenige Zeitzeugen

Während es heute kaum noch Menschen gibt, die persönlich von ihren Erfahrungen aus der Zeit des Holocaust erzählen können, gab es Anfang der 1980er noch viele Zeitzeugen, für die die Ermordung der europäischen Juden noch sehr präsent war. 60 Überlebende der NS-Konzentrationslager hat Karl Fruchtmann in Israel und Polen interviewt, die Bänder liegen im Archiv von Radio Bremen, fast 80 Stunden Interviews – ein historisches Vermächtnis. Nur ein kleiner Teil davon wurde bis jetzt veröffentlicht.

Den Zuschauerinnen und Zuschauern hat Fruchtmann keine Härte erspart. Er setzte auf die nackten Interviews, auf eine filmische Zumutung für das Fernsehpublikum. „Zeugen – Aussagen zum Mord an einem Volk“ nennt er seine zwei verstörenden Dokumentationen. Die Zeugen nennen darin noch nicht mal ihren Namen. Sparsam sind wenige Bilder eingeschnitten aus Auschwitz. Man erfährt keinerlei biografische Details. So fügen sich die Interviews zum Monolog des Grauens.

Zeitzeugen aufgespürt

Exemplarisch haben die Autoren Susanne Brahms und Rainer Krause Lebensgeschichten der Zeugen über Auschwitz hinaus aufgespürt. Bei der Rekonstruktion der Biografien greift die Dokumentation auf unveröffentlichte Interviews zurück und illustriert Ausschnitte aus dem Leben der Zeugen im Graphic- Novel-Stil.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.