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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Das Geheimnis des Bauchnabels

20.08.2009
Barbara Eden als Bezaubernde Jeannie (dpa)

Mehr als 40 Jahre ist es her, dass Barbara Eden als „Bezaubernde Jeannie“ nicht nur dem TV-Astronauten Major Nelson den Kopf verdrehte, sondern auch ein Millionenpublikum in ihren zauberhaften Bann zog. Die Rolle des blonden Flaschengeistes an der Seite von „Dallas“-Bösewicht Larry Hagman machte die amerikanische Schauspielerin über Nacht zum Fernseh-Star.

Eden, die an diesem Sonntag (23. August) ihren 75. Geburtstag feiert, wurde in den 60er Jahren zur vermarkteten Traumfrau, die als Jeannie-Puppe, in Comic-Heften und auf Plastikflaschen ihren neckischen Augenaufschlag zum Besten gab.

Schwerer Abschied

Die Hit-Serie, die ihre Premiere 1963 in Amerika feierte, wurde in Deutschland erstmals 1967 im ZDF ausgestrahlt. Nach fünf Jahren und 139 Folgen wurde die Show in den USA eingestellt. Eden fiel der Abschied als verführerische Jeannie schwer. Neue Rollen blieben aus, und die zeitweise depressive Schauspielerin zog sich eine Weile aus dem Showbusiness zurück. Nach ihrer zweiten Scheidung in den 80er Jahren kehrte sie wieder vor die Fernsehkameras zurück, ohne allerdings an den großen Erfolg als zwinkernder Flaschengeist anknüpfen zu können.

Alle Versuche, Jeannie noch einmal zum Leben zu erwecken, schlugen fehl. Ein als Pilotfilm zu einer neuen Serie gedachter Streifen fand 1985 ebenso wenig Anklang wie ein zweiter TV-Film 1991. In beiden fehlte Larry Hagman, der mit „Dallas“ längst seine Traumrolle gefunden hatte. Dort durfte Eden dann auch einige Male als Gast mitspielen. 1997 kündigte das Columbia-Studio eine Kinoversion von „I Dream of Jeannie“ an, in der Eden die ergraute Tante des Geists mimen sollte, doch die Fans freuten sich vergeblich. Das Projekt kam nie zustande.

Mit dem Drogen-Tod ihres einzigen Sohnes Matthew aus der Ehe mit Schauspieler Michael Ansara, erlitt Eden im Jahr 2001 einen weiteren Rückschlag. Die in Beverly Hills lebende Schauspielerin – seit 1991 zum dritten Mal verheiratet – setzt sich seither verstärkt für Suchtkranke und den Kampf gegen Drogen ein. Doch hauptberuflich ist sie immer noch Schauspielerin. Kürzlich drehte sie den TV-Film „Always & Forever“ ab, davor hatte sie Gastauftritte in den Serien „Army Wives“ und „Sabrina – total verhext“.

Frühe Sehstörung

Für ihre steile Karriere als Jeannie musste Eden einige Hürden meistern. Wegen einer Sehstörung trug sie als Kind eine Brille mit Augenklappe. Die Mutter verordnete dem schüchternen Mädchen Gesangsstunden. Als Teenager wollte Eden daher zunächst als Popsängerin berühmt werden.

Die im US-Staat Arizona geborene Barbara Eden zog nach San Francisco, dann nach Hollywood, nahm Schauspiel- und Tanzunterricht und wurde schließlich in einem Nachtclub von einem Filmproduzenten entdeckt.

Die neckischen Geschichten um Captain Nelson und seinen Flaschengeist hatten allerdings einen kleinen Schönheitsfehler. Trotz ihrer orientalischen Tracht durfte Jeannie nie ihren Bauchnabel zeigen. Damit hätte sie gegen die damals noch sehr strengen Keuschheitsregeln im US-Fernsehen verstoßen.

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