DELMENHORST - Kein Zweifel: Das macht Gary Zörner nicht zum ersten Mal. Fast schon routiniert wirkt es, wenn er von seinem Laborstuhl aufsteht, um dann zügig an der Kamera vorbei in einen Nebenraum zu marschieren. Auch die kurzen Interviews, so genannte O-Töne, spricht er annähernd versprecherfrei ins Mikrofon von RTL-Reporterin Lena Wendte, die mit einem Kamerateam von der Bremer Redaktion des Fernsehsenders aus auf die Nordwolle gekommen ist.

Dieses Mal ist es das Thema Elektrosmog im Haushalt, zu dem der Geschäftsführer des Labors für Chemische und Mikrobiologische Analytik, kurz Lafu, Auskunft geben soll. Gedreht wird zunächst auf dem Dach von Zörners Institut, um mit einem Hochfrequenzmessgerät die elektromagnetische Strahlung der benachbarten Mobilfunkmasten zu messen. Das Ergebnis ist laut Baubiologin Yvonne Kranz, mit der Zörner kooperiert, alarmierend. „Die gesetzlichen Grenzwerte werden nicht erreicht, aber der gemessene Wert ist 4000-mal höher, als der baubiologische Richtwert für Schlafplätze!“

Anschließend demonstriert Zörner in der Küche des Labors, welche Strahlung von einer unzureichend oder fehlerhaft abgeschirmten Mikrowelle ausgeht. Legt man ein Handy in das Gerät und verschließt ordnungsgemäß die Tür, so durchdringen die Mobilfunkstrahlen eingehender Anrufe problemlos das Gehäuse und das Telefon läutet.

Was also empfiehlt der Fachmann all jenen, die sich vor Elektrosmog, der laut Zörner Hirn- und neurologische Schäden, Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Symptome und sogar Tumore begünstigt, schützen wollen, fragt die Reporterin. Eine Maßnahme sei es, zu Hause auf ein schnurgebundenes Telefon umzusteigen, rät der Fachmann. Außerdem empfehle es sich, das eigene Haus durchmessen zu lassen, um individuelle Risiken zu finden.

Den Beitrag sendet RTL an einem der nächsten Abende zwischen 18 und 18.30 Uhr in seiner Regionalsendung „Guten Abend RTL“ (über DVB-T und Kabel). Der genaue Termin stand bei den Dreharbeiten noch nicht fest.