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ZWEITEILER: Die Sucht nach dem schönen Leben

14.01.2010

HAMBURG Mitten in der Finanzkrise bringt Dieter Wedel einen Zweiteiler auf den Bildschirm, in dem die Gier nach Geld, Macht und Anerkennung Menschen dazu treibt, Hochstaplern und Bankern geradezu blind zu vertrauen.

Geschickte Zeitplanung beweist der Macher erfolgreicher Mehrteiler wie „Der große Bellheim“ und „Der Schattenmann“ auch sonst: Parallel zur TV-Ausstrahlung von „Gier“ – zunächst auf Arte an diesem Freitag, dann in der ARD (20./21.1.) – erscheint seine Autobiografie „Vom schönen Schein und wirklichen Leben“.

Was die Gier nach Geld aus Menschen machen kann, zeigt der Film in prächtigen Bildern vom Luxus der Schönen und Reichen. Weiße Villa mit riesigem Pool, schöne Frauen, rauschende Partys unter der Sonne Südafrikas – so sieht das Leben seines Protagonisten Dieter Glanz aus. Als Finanzgenie wird er wie ein Messias von all denen verehrt, die sich durch ihn lange ersehnten Reichtum erhoffen. Märchenhafte Gewinne verspricht Glanz seinen Anlegern. Sie lassen sich von ihm vertrösten, wenn der Geldsegen ausbleibt.

Wie ein Guru hat er seine Jünger in den Bann gezogen, ein Lebemann und Genussmensch im stets blütenweißen Anzug. Ein Hochstapler mit derart viel Charme und Charisma, dass die Rolle Ulrich Tukur wie auf den Leib geschrieben ist.

Was Gier nach Geld aus einem Menschen gemacht hat, zeigt die Realität am Fall des verurteilten Millionenbetrügers Jürgen Harksen. In Hamburg wurde er verurteilt und saß seine Haftstrafe ab – und dort traf sich auch Wedel mit dem einstigen Hochstapler, dem Tukur ähnlich sieht. „Wir haben uns stundenlang unterhalten“, so Wedel später, betonte aber auch, dass er keine Verfilmung des Harksen-Falls liefern will: „Nur ein Leben nachzuerzählen, ist zu langweilig.“

Wedel, der auch wieder selbst das Drehbuch schrieb, recherchierte jahrelang. In „Gier“ mixt er Krimi und Komödie zu einer Gesellschafts-Satire mit bitterem Humor. Für das Millionenprojekt versammelte er eine hochkarätige Schauspielerriege, darunter Heinz Hoenig, Kai Wiesinger, Uwe Ochsenknecht, Harald Krassnitzer, Sibel Kekilli und Anouschka Renzi – und allen voran Tukur und Devid Striesow.

Arte zeigt beide Teile von „Gier“ am 15. Januar (20.15/21.45 Uhr), die ARD am 20. und 21. Januar (jeweils 20.15 Uhr).

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