Dresden - Der Mörder lauert in der Dunkelheit. In panischer Angst läuft eine junge Frau aus der Disco zu ihrem Auto. Aber die Sicherheit trügt, ein Vermummter reißt die Fahrertür wieder auf und erdrosselt Doro brutal in wenigen Sekunden. „Was macht eine 22-Jährige auf einer Ü-30-Party?“, fragen sich die Kommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) wenig später neben der Leiche.
Die Ermittlungen erfordern ihren ganzen Einsatz, zum Ärger ihres Chefs Schnabel (Martin Brambach). Der spannend und sehr emotional inszenierte sechste Fall des Dresdner „Tatort“-Teams wird an diesem Montag (20.15 Uhr) unter dem Titel „Wer jetzt allein ist“ im Ersten ausgestrahlt.
Keine verwertbaren Spuren, keine Augenzeugen, nur eine traumatisierte Freundin des Opfers. Laura hatte mit der Studentin telefoniert, den Mord unfreiwillig mitangehört – und ist nun selbst in Gefahr. Von ihr erfährt die Kripo, dass Doro als „Birdy“ im Onlinedating-Portal „Love Tender“ mit reiferen Männern flirtete, „die nicht gleich eine feste Beziehung wollten, sie liebte ihre Freiheit“.
Einige haben Doro verfolgt und wollten das Geld zurück, um dass „Birdy“ sie mit falschen Liebesversprechen gebracht haben soll. Zwei von ihnen waren am Tatabend auch bei der Ü-30-Party – und haben kein Alibi. Aber Schnabel will Beweise.
Sieland sieht nur eine Chance: Undercover-Einsatz. Und meldet sich und ihre Kollegin kurzerhand bei „Love Tender“ an. Sie selbst fühlt als „Kinki“ Patrick auf den Zahn und Gorniak als „Star“ Andreas. „Es ist doch vollkommen klar, dass das gefährlich ist“, regt sich ihr Chef auf, fassungslos über die Naivität der Mädels. Da hilft auch das Gutachten nichts, wonach der Täter ein Psychopath sein muss.
„Ich will das alles nicht mehr“, gesteht Sieland ihrer Kollegin nach dem fordernden Einsatz. Damit verabschiedet sich Schauspielerin Alwara Höfels wie angekündigt vom „Tatort“.
