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SCIENE FICTION: Ein junger Wilder kehrt zurück

15.02.2010

BERLIN Eine Mischung aus Krimi, Abenteuerfilm und Science-Fiction nannten Kritiker den TV-Zweiteiler „Welt am Draht“ von Rainer Werner Fassbinder (1945–1982) über Sein und Schein in einer vernetzten, virtuellen Welt. Es ist quasi ein früher „Matrix“- Film und ein „Blick voraus ins Heute“.

Die Liste der Darsteller kleiner und größerer Rollen ist beachtlich. Fassbinder arbeitete sowohl mit Stars aus „Opas Kino“ der 50er Jahre und neueren Weggefährten: Klaus Löwitsch, Ivan Desny, Günter Lamprecht, Gottfried John, Rainer Langhans, Barbara Valentin, Christine Kaufmann und „Silberförster“ Rudolf Lenz – eine Mischung aus hervorragenden Schauspielern und bunten Vögeln.

Die damalige Filmkritik sprach von einem „Computer-Traumspiel“, einer „EDV-Elegie“ und der „Vision von der dreifachen Wirklichkeit“ – mit zum Teil bissigen Urteilen wie „Mumpitz, aber appetitlich“ mit „einigen vorzüglichen schauspielerischen Leistungen“.

Kameramann war wie bei 15 anderen Fassbinder-Streifen der spätere Hollywood-Kameramann Michael Ballhaus („Gangs of New York“). Unter seiner Leitung wurde jetzt der Zweiteiler aus dem Jahr 1973 mit Hilfe der Fassbinder-Foundation (die auch schon die restaurierte Fassung des TV-Mehrteilers „Berlin Alexanderplatz“ förderte) und der Bundeskulturstiftung digital restauriert und auf der Berlinale gezeigt.

Nach Premiere kommt am 18. Februar eine zweiteilige DVD bei Kinowelt in den Handel. Fassbinders einziger Ausflug ins Science-Fiction-Genre dreht sich um die Machenschaften eines geheimnisvollen Instituts für Kybernetik und Zukunftsforschung, an dem Wissenschaftler eine künstliche Welt erschaffen, die die reale simuliert – samt menschlichen „Replikanten“ wie bei „Blade Runner“.

Fassbinder erregte 1969 mit seinen Filmen „Liebe ist kälter als der Tod“ und „Katzelmacher“ als einer der „jungen Wilden“ des neuen deutschen Films auf einen Schlag die Aufmerksamkeit der in- und ausländischen Kinowelt. 1974 war er mit der Fontane-Verfilmung „Effi Briest“ mit Hanna Schygulla auf der Berlinale vertreten, wofür er sich – vergeblich – den Goldenen Bären erhofft hatte. Den erhielt er dann 1982 wenige Monate vor seinem Tod für „Die Sehnsucht der Veronika Voss“.

Mehr Infos: www.fassbinderfoundation.de

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