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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Unterhaltung: „Es wird nur gekocht, getalkt, gecastet“

11.08.2015

Köln Er hat die TV-Unterhaltung viele Jahre mitgeprägt, Formate erfunden, Shows moderiert – schaltet aber den Fernseher heute gerade mal für Nachrichten ein.

Max Schautzer, der vor allem mit „Pleiten, Pech und Pannen“ und „Immer wieder sonntags“ ab den 80er Jahren zwei Jahrzehnte lang Traumquoten schaffte, hat mit dem heutigen Unterhaltungsangebot nichts am Hut. „Heute wird nur noch gekocht, getalkt, gecastet und gequizzt. Das sind die vier Schienen, sonst ist nichts mehr übrig“, sagt der langjährige Moderator.

An diesem Freitag wird Max Schautzer 75 Jahre alt. Er spielt Theater, schreibt ein Buch und bastelt weiter an seinem Großprojekt „telebono“ oder „Bono TV“ – allerdings in verkleinerter Version.

Passanten sprechen Schautzer beim Spazieren durch Köln – einem von zwei Wohnsitzen neben Kitzbühel in Österreich – noch immer häufig an. Er nimmt sich Zeit für einen Plausch. Zwar ist er kaum noch im TV präsent, viele erinnern sich aber noch gut an ihn – wegen Sendungen wie „Alles oder nichts“, „Allein gegen alle“, „Die Goldene Eins“ oder „Ein Platz an der Sonne“.

Im derzeitigen Fernsehprogramm findet sich der Österreicher nicht mehr wieder. „Ich schalte eigentlich nur noch bei den Nachrichten ein. Die Unterhaltung ist nicht mehr meine Welt. Was wir früher gemacht haben, hatte eine viel größere Vielfalt.“ Schautzer kritisiert: „Heute wird Quotenfernsehen gemacht, auch bei den Öffentlich-Rechtlichen. Wir brauchen aber Qualitätsfernsehen. Die Legitimation für ein öffentlich-rechtliches Fernsehen mit seinen Gebühren wird immer schwieriger.“

Dass man „seinen“ Show-Klassiker „Pleiten, Pech und Pannen“ Ende 2014 in der ARD neu aufgelegt hat, hat ihn geärgert. „Das tut mir insofern weh, weil ich es versäumt hatte, mir damals die Rechte zu sichern.“

Begonnen hat Schautzer einst als Sprecher und Reporter beim WDR. Sein Ziel seit Jahren, einen eigenen Fernsehsender „für Menschen in der zweiten Lebenshälfte“ zu gründen, ist nicht finanzierbar. „Die Älteren haben mehr und mehr das Gefühl, sie werden zwar geduldet, sind aber nicht erwünscht“, sagt Schautzer. Das gelte auch für das Fernsehprogramm.

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