Berlin - Der Abschied von der heilen Welt erfolgt im Zorn: Hardy Krüger jr. (45) war stocksauer, als das ZDF das Aus für seine Familienserie „Forsthaus Falkenau“ verkündete. „Man ist da mit den Leuten, die jeden Tag vor der Kamera stehen und an das glauben, was sie machen, mit sehr wenig Anstand umgegangen“, sagte Hauptdarsteller Krüger kürzlich.
„Das war sehr enttäuschend nach so vielen Jahren erfolgreicher Arbeit.“ Doch was hilft’s? An diesem Freitag (19.25 Uhr) läuft die letzte Staffel an.
Mit dem 24. Durchgang endet auch ein kleines Stück Fernsehgeschichte. Rund 25 Jahre gibt es die Serie schon. Der Sender will aber moderner werden und für andere Formate Platz machen. Die Serie wurde seit 1988 produziert. Zunächst spielte sie im Bayerischen Wald, im Zentrum stand die Familie Rombach. Förster Martin Rombach wurde von Schauspieler Christian Wolff (75) bis Ende 2006 verkörpert – sein Nachfolger wurde dann Krüger jr. als Förster Stefan Leitner. 2011 wechselte der Schauplatz an den neuen Dienstsitz am Ammersee.
In „Forsthaus Falkenau“ dreht sich alles rund ums Familienleben und die Natur – es ist quasi ein Kontrastprogramm zu dem Mord und Totschlag bei den ausufernden Krimiserien. In der ersten Folge der letzten Staffel, „Katzenjammer“, geht es zum Beispiel dem Sender zufolge darum, einen hartnäckigen Pilz in den Wäldern zu bekämpfen – Förster Leitner bleibt nur wenig Zeit. Zugleich hofft seine Freundin Marie (Gisa Zach), dass er ihr einen Heiratsantrag macht.
Die Familienserie wird aus dem Programm gestrichen, weil sich das ZDF verjüngen will. Das gleiche Schicksal hat auch das norddeutsche Pendant „Der Landarzt“ ereilt. „Zur kontinuierlichen Modernisierung eines TV-Programms gehört auch gelegentlich der Abschied von langlaufenden Formaten“, teilte dazu im September ein Sprecher mit.
Sender und Redakteure seien nicht auf die Schauspieler und Mitarbeiter zugegangen, unterstrich der zwangspensionierte TV-Förster Krüger. „Das ist eine Art, die ich sehr rückgratlos finde. Das hat keinen Stil.“
