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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Große Freiheit am Plattensee

21.04.2017

Berlin In Geschichten aus der ehemaligen DDR darf ein Name nicht fehlen: Anja Kling. Zuletzt war die 47-Jährige als Mutter zweier Töchter im ZDF-Dreiteiler „Der gleiche Himmel“ zu sehen. Jetzt wirkt sie erneut in einem ZDF-Dreiteiler mit: „Honigfrauen“. Die erste Folge wird an diesem Sonntag (20.15 Uhr) ausgestrahlt, die weiteren an den beiden folgenden Sonntagen (jeweils um 20.15 Uhr).

Es ist das Jahr 1986 und Sommer, und in dem Film geht es viel mehr um die beiden Töchter von Kirsten Streesemann (Anja Kling), nämlich Catrin (Cornelia Gröschel) und Maja (Sonja Gerhardt). Sie leben alle zusammen mit Papa Karl (Götz Schubert) in Erfurt. Aus der engen Wohnung wollen die beiden Mädels einfach mal raus, und zwar nach Ungarn an den Balaton (Plattensee) – so weit weg von daheim waren sie noch nie.

Die begehrte Reiseerlaubnis haben sie bereits, und so trampen sie frohgemut dorthin, auf einen Campingplatz direkt am Wasser. Dort verliebt sich Catrin alsbald in Rudi (Franz Dinda), der sich jedoch als Stasi-Spitzel entpuppt, von denen es am Balaton offenbar nur so wimmelt.

Im Visier der Stasi ist schon länger der Geschäftsführer des Luxushotels „Balaton Residenz“, Tamás Szabo (Stipe Erceg), der sich auch als Fluchthelfer betätigt. Ausgerechnet in diesen etwas älteren Mann verliebt sich Maja, und sie wird später mit ihrer Schwester in das Schicksal des gemeinsamen Freundes Timo (Sebastian Urzendowsky) verstrickt, der zu seiner westdeutschen Freundin Lilian (Alice Dwyer) fliehen will. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Nachbar auf dem Campingplatz, Erik (Dominic Raacke), der die beiden jungen Frauen ständig beobachtet. Prompt reisen ihre Eltern flugs hinterher, um nach dem Rechten zu sehen.

Anja Kling (46) spielt die besorgte Mutter, die gern Honecker-Witze erzählt und ein großes Geheimnis mit sich herumträgt. Es gibt schöne Aufnahmen am idyllischen See, eine gute Ausstattung und tolle Musik. Zwar wird auch etwas Zeitgeschehen beleuchtet, wie zum Beispiel der Tod des DDR-Teenie-Idols Dean Reed am 13. Juni 1986, und immerhin geht es um Themen wie Lebenslügen, Ausspionieren und Fluchthilfe.

Aber insgesamt ist der Film doch recht unpolitisch geraten, was vermutlich auch die Absicht der Autorin Natalie Scharf gewesen ist. Vielleicht hätten zwei Teile ausgereicht, und ob die Verteilung der Sendeplätze auf drei Sonntage nacheinander funktioniert, bleibt abzuwarten.

Ist zu hoffen, dass die Zuschauer dennoch dranbleiben, denn so mancher Dialog und vor allem das erfrischende und glaubhafte Spiel von Cornelia Gröschel und Sonja Gerhardt hätten es verdient.

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