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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Im Sammelbecken rechter Kräfte

15.12.2017

Hamburg Stets nah am gesellschaftlich-politischen Puls der Zeit sein – der Anspruch zeichnet die „Tatort“-Krimis aus. Ein prägnantes Beispiel dafür ist der nächste Fall „Dunkle Zeit“ an diesem Sonntag (20.15 Uhr) im Ersten. Nach dem Buch und unter der Regie von Niki Stein („Rommel“) ermittelt das Bundespolizisten-Duo Falke (Wotan Wilke Möhring) und Grosz (Franziska Weisz) im Milieu einer rechtspopulistischen Partei im Wahlkampf.

Gedreht bereits im Frühjahr, hat der Film mit dem Einzug der AfD in den Bundestag noch an Brisanz gewonnen. Denn Parallelen gibt es viele. Dennoch weicht die packende und komplexe Thriller-Handlung natürlich auch wesentlich von der Realität ab. Rechte und linke Gewalt, Verführbarkeit und Fanatismus, Hass und Verrohung, Demagogie und Demokratie sind Aspekte der differenzierten Produktion. Dabei ist die Rolle der kühlen und schlagfertigen Parteivorsitzenden der Neuen Patrioten (DNP), Nina Schramm, mit der beliebten Anja Kling überzeugend gegen den Strich besetzt.

Die Geschichte setzt ein, als Falke und Grosz den Auftrag erhalten, die Spitzenkandidatin und ihren Ehemann Richard (Udo Schenk), ein Ex-General, persönlich zu schützen. Denn im Internet sind anonyme Videobilder aufgetaucht, die einen Anschlag durch Linksradikale auf die beiden befürchten lassen.

Tatsächlich kommt Richard in Ninas Wagen bei der Explosion einer Autobombe ums Leben. In der Zwischenzeit befindet sich die Vorsitzende auf einem kurzfristig anberaumten Termin mit ihrem Generalsekretär Reinders (Ben Braun), mit dem sie eine Affäre hat.

Ein zweiter Handlungsstrang bringt die militante Aktivistin Paula (Sophie Pfennigstorf) ins Spiel, die auf der Suche nach Unterkunft bei den Autonomen im Bett mit dem unbedarften Vincent (Jordan Dwyer) landet. Dass sie noch völlig andere Ambitionen hat, verkennt der Jüngling.

Ängste und gesellschaftliche Spannungen werden im Film genauso herausgearbeitet wie die Konflikte innerhalb der DNP, die sich von einer Partei der Professoren zum rechten Sammelbecken mit modernem Anstrich gewandelt hat. Bauchmensch Falke kann seine Aversion gegen die Populisten kaum verhehlen. Grosz, noch immer unter ihrem Afghanistan-Trauma leidend, arbeitet professioneller.

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