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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Interview: Von den faszinierenden Rätseln der Welt

06.07.2020
Frage: Herr Lesch, in „Die große ‚Terra X‘-Show“ geht es diesmal um Rätsel der Welt. Welche Rätsel sind das?

Lesch: Wir beschäftigen uns mit Asteroiden, der Tiefsee oder auch Stonehenge. Beim Rätsel um den Steinkreis von Stonehenge in England gibt es spannende neue Theorien darüber, wie genau diese riesigen Steine in der Jungsteinzeit auf Holzrollen, Holzkugeln oder aber auf Weidengeflechten dorthin transportiert worden sind.

Frage: Weiß man mittlerweile mehr darüber, welche Funktion der imposante Steinkreis hatte?

Lesch: Es war ganz offensichtlich eine Machtdemonstration, mit der viele Steinzeitmenschen, die auf den britischen Inseln gelebt haben, beeindruckt werden sollten. Das Bauwerk hat aber sicher auch eine astronomische Bedeutung für die Menschen gehabt, es ist kein Zufall, dass sich bestimmte astronomische Gegebenheiten in der Konstruktion wiederfinden lassen. Leider gibt es nichts Geschriebenes aus dieser Zeit darüber, sonst hätten wir es leichter.

Frage: Dass Außerirdische etwas damit zu tun hatten, wie auch schon spekuliert wurde, würden Sie ausschließen?

Lesch: Ja, die Mitwirkung unserer außerirdischen Freunde würde ich ganz klar ausschließen, das ist Blödsinn (lacht). Stonehenge wurde mit sehr viel Kraft und Arbeit von Menschen errichtet, daran gibt es keinen Zweifel.

Frage: Was ist denn Ihr liebstes Welträtsel?

Lesch: Sehr fasziniert bin ich von dem Asteroideneinschlag, der vor 15 Millionen Jahren bei Nördlingen stattgefunden hat und um den es in der Sendung auch gehen wird. Man muss sich mal vorstellen: Der Einschlag dieses Gesteinsbrockens von mehreren hundert Metern Durchmesser hat innerhalb von Sekunden alles Leben im Umkreis von 100 Kilometern zerstört. Da ahnt man, welche ungeheuerlichen Kräfte am Werk waren.

Frage: Kann so etwas wieder passieren?

Lesch: Im Mai erst sind fünf oder sechs Asteroiden in einem Abstand von mehreren Millionen Kilometern an uns vorbeigerauscht, die haben wir mitbekommen. Daran sieht man zwar, dass wir in der Überwachung mittlerweile ganz gut geworden sind, aber es kommen auch immer mal wieder Brocken aus dem Weltall auf die Erde zu, die wir überhaupt nicht oder erst sehr spät sehen. Das ist etwas, das mich wirklich umtreibt: Wir dürfen den Himmel nicht nur passiv beobachten, sondern müssen auch aktiv mit Radar nach Asteroiden suchen. Deshalb bin ich auch dafür, auf der Rückseite des Mondes eine große Radaranlage hinzustellen. Daraus wird in absehbarer Zeit wohl nichts werden, aber damit könnten beispielsweise auch Objekte erfasst werden, die aus der Nähe der Sonne kommen.

Frage: Was wäre denn das schlimmste Szenario?

Lesch: Wenn wie vor 65 Millionen Jahren ein 20-Kilometer-Brecher auf der Erde einschlägt, wäre es das Ende der Menschheit. Je nachdem wo es einschlägt, kann aber auch schon ein Himmelskörper von nur einem Kilometer Größe ziemlich dramatische Auswirkungen haben, denn unsere hochtechnisierte Zivilisation ist ungemein verwundbar. Denken Sie nur an die Tsunamis, die auf die Küsten zurollten, wenn ein solcher Asteroid ins Meer krachte. Das würde das totale Chaos auslösen, da ist Corona nichts dagegen.

Frage: Wie haben wir uns Ihrer Ansicht nach in der Corona-Krise bislang geschlagen?

Lesch: Was Deutschland betrifft recht gut, finde ich. Ich bin ziemlich begeistert davon, dass an den entscheidenden Stellen auch viele richtige Entscheidungen getroffen wurden. Ich finde es toll, mit welcher Disziplin die Bevölkerung auf die Pandemie reagiert hat. Wir haben uns mit dem Lockdown dafür entschieden, eine bestimmte Gruppe zu schützen, wir haben uns als Stamm um unsere Schwächsten gestellt, das ist doch großartig.

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