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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Serie: Keine Spur von geordnetem Leben

08.01.2018

Kaltenthal Bitte recht zickig: In der neuen Staffel der erfolgreichen ARD-Serie „Um Himmels Willen“ gibt Anja Kruse eine Diva. Um die Finanzen des Klosters Kalten­thal aufzubessern, wird dort nämlich ein historischer Dreiteiler gedreht. Doch die Filmproduktion mit ihrer kapriziösen Hauptdarstellerin bringt das geordnete Leben der Nonnen gewaltig durcheinander.

Klar, dass niemand anders als Bürgermeister Wöller dafür verantwortlich ist. Er macht Schwester Hanna und ihren Mitschwestern wieder das Leben schwer, wo er nur kann. Start der 17. Staffel mit Fritz Wepper, Janina Hartwig und Nina Hoger ist an diesem Dienstag um 20.15 Uhr im Ersten.

Wie eh und je streiten sich die Nonnen mit Bürgermeister Wöller um die richtige Nutzung des Klosters, das mittlerweile der Gemeinde Kaltenthal gehört. Doch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen kann sich die Kommune den Unterhalt des maroden Gebäudes eigentlich nicht leisten. Und weil der Orden das Kloster nicht zurückkaufen will, sucht Wöller nach Wegen, aus der Immobilie doch irgendwie Kapital zu schlagen. Eine Filmstadt schwebt dem Kommunalpolitiker vor. Oder vielleicht doch lieber eine Kaserne samt Truppenübungsplatz?

Anja Kruse ist in zwei von insgesamt 13 Episoden dabei, am 16. und 23. Januar. Mit zickigen Kollegen hat sie auch schon Erfahrungen gesammelt. „Ja klar, so was gibt es“, sagt sie. Allerdings: „Die Großen haben es absolut nicht nötig, bis auf einige Ausnahmen. Rumzicken tun eher die Kleinen.“

Doch ihre Figur sei eigentlich gar keine richtige Diva. „Die anderen machen sie dazu, weil sie ein großer internationaler Star ist.“ Eine Frau im Megastress, die sich zusätzlich auch noch finanziell verausgabt hat. „Wir haben es dick aufgetragen, damit es wirklich komisch wird.“

Der Dreh zu „Um Himmels Willen“ war für Kruse eine schöne Erfahrung, auch weil sie mit Hartwig alias Schwester Hanna zusammen am Set war. „Janina und ich hatten uns sehr auf die gemeinsame Arbeit gefreut“, erzählt Kruse. Die gemeinsame Zeit war zwar knapp bemessen. „Aber wir haben uns regelmäßig gesehen in der Maske und beim Mittagessen.“ Eine stressige Arbeit, bei der sich die 61-Jährige vor allem mit gesunder Ernährung fit hielt. „Alles, was einem viel Kraft und Energie gibt und einen gesund erhält, damit beschäftige ich mich schon ziemlich lange“, erklärt Kruse und vergleicht den Körper mit einem Auto. „Je besser, das Benzin ist, das man hineinfüllt, desto besser funktioniert es. Beim Auto denkt man dran, bei uns selber vergessen wir das.“

Leicht ist es nicht, sich am Filmset nach diesen Regeln zu ernähren, wo die Beschäftigten in der Regel von Caterern bekocht werden. Doch es sei besser geworden, „auch weil immer mehr Frauen da sind“, die nicht Schweinsbraten und Knödel wollten und einige Ansprüche an ihr Essen stellten.

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