KöLN - Nein, auch die Jubiläumsausgabe der WDR-„Mitternachtsspitzen“ wird Wilfried Schmickler nicht gefallen. Wie üblich wird der Kölner Brachial-Kabarettist am Sonnabend (21. Juni, 21.45 Uhr) zum Ende der Sendung polternd vor die Kamera treten, „Aufhören, Herr Becker, sofort aufhören!“ rufen und zur unerbittlichen Generalabrechnung mit der abgelaufenen Sendung schreiten.

„Wir haben uns gedacht, bevor uns andere verreißen, übernehmen wir das lieber gleich selbst“, erklärt Gastgeber Jürgen Becker das „Rausschmeißer“-Ritual. Am Sonnabend wird die Kabarett- und Satiresendung des WDR 20 Jahre alt und ist damit die zweitälteste Sendung ihrer Art im deutschen Fernsehen. Deshalb wird zur Feier des Tages auch noch eine halbe Stunde auf die ansonsten üblichen 60 Minuten draufgelegt werden.

„Mit Arnulf Rating und Richard Rogler wirken Kollegen mit, die auch schon bei den ersten ,Mitternachtsspitzen’ 1988 mit dabei waren“, sagt Becker. Rogler hatte seit der Premiere durch die Sendung geführt, die schon früh mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.

1992 übernahm dann Becker. Seit Jahren gehören auch Schmickler und Uwe Lyko als Ruhrgebiet-Frührentner Herbert Knebel zum Stammpersonal der erfolgreichen Sendung.

Dazu werden regelmäßig Größen der deutschen Kabarett- und Comedyszene sowie vielversprechende Nachwuchs-Künstler in den Alten Wartesaal am Kölner Hauptbahnhof eingeladen. Zur Jubiläumssendung hat sich auch Anke Engelke angekündigt.

Infos unter: www.wdr.de