KöLN - Acht Prominente werden an sechs Abenden um die Wette tanzen – an der Seite eines Profis. Durch die Sendung führt Hape Kerkeling.

Von Frank

Christiansen

KÖLN - Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis legt eine flotte Sohle aufs Parkett, Hochspringerin Heike Henkel schwingt das Tanzbein, gleiches gilt für den ehemaligen Zehnkämpfer Jürgen Hingsen. Nach dem Ende des Casting-Marathons „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL schickt der Kölner Sender mit „Let’s dance“ ein neues aus England stammendes Format ins Rennen.

Acht Prominente werden an sechs Samstagabenden um die Wette tanzen, jeweils an der Seite eines Profi-Tänzers. Ob Cha-Cha-Cha, Walzer oder Tango: Ab der zweiten Show wird stets ein Paar aus dem Wettbewerb gewählt, bis beim Finale am 21. Mai (ein Sonntag) nur noch zwei Paare um den Titel des Tanz-Stars antreten.

„Als Nachfolgeshow zu ,Deutschland sucht den Superstar‘ bleibt mit ,Let’s Dance‘ der große Showsamstag für die ganze Familie fest bei RTL“, sagt ein Sprecher des Senders. „Es geht um Glanz, es geht um Schönheit“, kündigt Komiker Hape Kerkeling (41) an, der gemeinsam mit RTL-Moderatorin Nazan Eckes (29) durch die Live-Übertragungen aus dem Kölner Coloneum führen wird.

„Alle Prominenten schlagen sich im Training außerordentlich gut“, verrät Kerkeling. „Persönlich bin ich sehr gespannt auf Frau Simonis. Ich finde das großartig und mutig von ihr.“ Während die Prominenz tanzt, werde er schweigen, verspricht der gebürtige Recklinghäuser. „Für diesen Moment haben die Wochen trainiert – da darf man nicht reinquatschen.“ Für den richtigen Rhythmus sorgt das Pepe-Lienhard-Orchester, die Begleitband von Udo Jürgens. „Die Tänzer werden aussehen wie aus dem Ei gepellt.“

Das neue Show-Format ist nach RTL-Angaben bereits in 17 Ländern gesendet worden und gilt als das erfolgreichste der BBC seit vielen Jahren. In Großbritannien erreichte die dritte Staffel im Durchschnitt pro Ausgabe 8,6 Millionen Zuschauer. In einigen Ländern löste sie einen Boom in den Tanzschulen aus. In Deutschland sind derzeit mehr als eine Million Menschen in Tanzschulen angemeldet.

Am 3. April startet „Let’s dance“ mit einer Einführung am Montagabend (21.15 Uhr). Am 8. April beginnt es im Wochenrhythmus mit den Samstagabendshows. Die acht Prominenten müssen in jeder Ausgabe jeweils einen Standard- und einen lateinamerikanischen Tanz präsentieren. Eine Jury, zu der auch Eiskunstläuferin Katarina Witt („Ich beherrsche nur einen Notwalzer.“) gehört, beurteilt die Leistungen. Auch das Publikum stimmt ab – die Ergebnisse werden addiert. Bei Gleichstand entscheidet die Benotung durchs Publikum.

Moderator Kerkeling outete sich bereits als begeisterter Tänzer: „Ich habe schon auf dem Wiener Opernball mit einer italienischen Prinzessin getanzt.“ Neben Simonis, Henkel und Hingsen treten TV-Moderator Axel Bulthaupt, die Schauspieler Wayne Carpendale, Jochen Horst und Wolke Hegenbarth und „No Angels“-Popstar Sandy Mölling an.