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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Mit einem Lächeln auf den Lippen

16.09.2019

Köln Wie ist es, wenn man nur noch kurze Zeit zu leben hat? Diese Frage stellt sich der Arzt und Comedian Eckart von Hirschhausen (52). Verschieben sich die Prioritäten? Und müssen wir eigentlich Angst vor dem Sterben haben? Er verbringt zwei Tage in einem Bochumer Hospiz und versucht, dem Tabuthema Tod etwas von seinem Schrecken zu nehmen.

Parallel konfrontieren zwei WDR-Reporter auf öffentlichen Straßen und Plätzen in Deutschland überraschte Passanten im prallen Leben mit einem Pflegebett oder einem offenen Sarg. Sie bieten ihnen einen „Letzte-Hilfe-Kurs“ an und fragen, was sie tun würden, wenn sie wüssten, dass sie als nächste dran wären. Das Erste strahlt die Reportage „Hirschhausen im Hospiz - Wie das Ende gelingen kann“ von Stefan Otter und Krischan Diekmeier am 16. September um 20.15 Uhr aus.

Die beiden Reporter Lisa Weitemeier und Niko Wirth geben Eckart von Hirschhausen bei der Abfahrt zum Hospiz einen leeren Koffer mit. Vielleicht treffe er ja Leute, die wüssten, was man auf die letzte Reise mitnimmt, hoffen sie.

Elf Patienten leben in dem Bochumer Hospiz St. Hildegard in einer ehemaligen Industriellenvilla. Der Arzt und TV-Moderator lernt dort Menschen kennen, die an der Schwelle zum Tod stehen, und staunt über die Gelassenheit der Hausbewohner, die Gäste genannt werden. „Hier piept keine Hochleistungsmedizin“, meint Hirschhausen. „Krankheiten werden hier nicht mehr geheilt, sondern erträglich gemacht.“ Er spricht mit Patienten und ihren Angehörigen und sucht gemeinsam mit ihnen nach Antworten auf existenzielle Fragen.

Hirschhausen nimmt am normalen Arbeitsablauf teil, der frühmorgens mit der Dienstbesprechung beginnt, und staunt über die Sicherheit und Fürsorglichkeit der Belegschaft. Die Palliativärztin Bettina Claßen sagt nachdenklich, dass die meisten mit einem Lächeln auf dem Gesicht sterben. Das sei kein reiner Muskelreflex. Sie glaube, dass der Tod am Ende eine ganz gute Sache wäre.

Währenddessen fragen die Reporter Passanten vor der Elbphilharmonie, ob sie wüssten, was sie an einem Sterbebett machen sollten. Sie haben einen Palliativmediziner, eine Krankenschwester und ein Pflegebett mitgebracht und informieren Interessierte in einem „Letzte-Hilfe-Kurs“ über die wichtigsten Dinge. Was würden Sie tun, wenn der Kranke über Schmerzen klagt oder Durst hat, obwohl er nicht mehr schlucken kann, werden die Freiwilligen zum Beispiel gefragt. Gleich vor Ort bekommen sie einen wirksamen Akupressurgriff gegen Schmerzen gezeigt.

Im zweiten Beitrag der neuen Reihe „Hirschhausen in ...“ geht er am 23. September in ein Gefängnis und fragt Häftlinge, „wen sie wirklich im Leben brauchen“.

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