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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 42 Minuten.

Feuer In Bakum-Lohe
Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Längst nicht bei den Akten gelandet

23.08.2007

MüNCHEN „Wir werden den Fall nicht aufklären, also auch den Mörder nicht nennen können, falls es denn einen gibt“, sagt Stephan Lamby, Koautor der ARD-Dokumentation „Der Tod des Uwe Barschel – Skandal ohne Ende“ (ARD, 17. September, 21 Uhr). Lamby brachte zuletzt die Dokumentationen „Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden“ und „Helmut Kohl – ein deutscher Kanzler“ heraus. Auch an der WDR-Reihe „Duelle“ war er beteiligt. Doch die Doku über die Affäre Barschel dürfte eine bisher nicht da gewesene Herausforderung bedeuten. Zu vieles ist noch immer im Dunkeln, liegt womöglich in den Schubladen der Geheimdienste verborgen.

Pfeiffer, Barschel, Engholm. Das Hotel „Beau Rivage“ in Genf, Barschels Badewanne – und nicht zuletzt eine berühmt gewordene Schublade mit dem Pfeiffer-Lohn: Das alles sind Begriffe, die sich mit einem der größten Skandale der Bundesrepublik verbinden. Gerne bezeichnet man sie auch als Waterkantgate.

1989 verfilmte Heinrich Breloer in einer Mischform aus Dokumentar- und Spielfilm in seiner „Staatskanzlei“ die Barschel-Affäre. Mit Archivmaterial und neu gedrehten Interviews warf er einen Blick hinter die Kulissen der Macht. Schon Breloer näherte sich den erschreckenden Dimensionen des Skandals. Breloers vielfach ausgezeichnetes Stück zeigte die Menschen, die in Barschels unmittelbarer Nähe beteiligt waren: die Referenten, Sekretärinnen, Detektive, Fahrer, nicht zuletzt die Ehefrau. Versucht wurde, „jenen einsamen Uwe Barschel zu verstehen, den offenbar nur wenige wirklich kannten“.

Auch in der neuen ARD-Dokumentation kommen zahlreiche Personen zu Wort, die den Politikern Uwe Barschel und Björn Engholm nahestanden, aber auch viele andere, die über die Affäre berichteten. Darunter auch jener journalistische Agent Reiner Pfeiffer, der mit seinen Undercover-Machenschaften im schleswig-holsteinischen Wahlkampf von 1987 die Affäre inszenierte.

Immenser Aufwand also für ein Schurkenstück, in dessen Dunkel immer noch kein letztes Licht gekommen ist. Später stellte sich die Frage, ob Pfeiffer nicht von vornherein im Dienste der SPD gehandelt habe. Nach einem vermeintlich falschen „Ehrenwort“ trat Uwe Barschel am 2. Oktober 1987 zurück. Am 11. Oktober wurde er im Genfer Hotel „Beau Rivage“ in der Badewanne tot aufgefunden.

„Ist der ,Spiegel’ auf einen Lügner hereingefallen?“ und „Hatte Barschel wirklich Kontakt zu Waffenhändlern?“, fragen die Autoren der ARD-Dokumentation. Auch wenn mit dem Film leider kein letztes Licht ins Dunkel kommt, so zieht Lamby den Schluss: „Barschel hat ein Doppelleben geführt.“ So plädieren die Autoren dafür, die Ermittlungen neu aufzunehmen.

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