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Geburtstag: Eine Queen im Kino und auf der Bühne

21.07.2020

London Auch nach Jahrzehnten im Filmgeschäft hat Helen Mirren immer noch Angst davor, neue Rollen anzunehmen. „Man hat Angst vorm Scheitern, weil man dort etwas von sich preisgibt“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. „Man möchte seine Schauspielkollegen, den Regisseur und natürlich das Publikum nicht enttäuschen. Man will ja nicht, dass die sagen: ,Na ja, irgendwie hat sie das nicht hingekriegt, oder?’“

Bisher ist allerdings kein Fall bekannt, in dem Mirren es nicht hingekriegt hat. Im Gegenteil: Selbst in weniger gelungenen Produktionen wurde sie meist noch als Lichtblick gelobt. An ihrem 75. Geburtstag kann die britische Schauspielerin auf eine überaus erfolgreiche Karriere zurückblicken, deren Ende nicht in Sicht ist.

Helen Mirren wurde als Helen Lydia Mironoff am 26. Juli 1945 in London geboren. Ihre Mutter war Engländerin. Ihr russischer Vater war im Kindesalter kurz vor der russischen Revolution mit seinen Eltern nach Großbritannien gekommen.

Den Familiennamen änderte Mirrens Vater, damit er nicht russisch klang. „Er hat gesagt: ,Wir sind jetzt britisch, wir vergessen das alles. Das ist vorbei’“, erzählte sie zum Start ihrer Miniserie „Catherine the Great“. Ihre russischen Wurzeln seien für sie immer präsent. In der Serie spielte sie Kaiserin Katharina die Große.

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Mirren im Küstenstädtchen Southend-on-Sea und dem Vorort Westcliff-on-Sea. Schon in der Schule spielte sie Theater. Später wechselte sie ans New College of Speech and Drama, eine unabhängige Schauspielschule in London. Denn „Schauspielerei war das einzige, worin ich was taugte“, erklärte sie.

Mit 18 Jahren sprach sie am National Youth Theatre vor und wurde engagiert. Kurz darauf spielte Mirren am Londoner Old-Vic-Theater die Rolle der Cleopatra in Shakespeares „Antonius und Cleopatra“. „Das war eine großartige Plattform für mich“, sagte sie.

Der Durchbruch als Filmschauspielerin gelang Mirren 1980 mit dem Gangsterfilm „The Long Good Friday“ („Rififi am Karfreitag“) – heute ein Klassiker des Genres. Sie hatte die Macher zuvor nach eigener Aussage überzeugt, ihre Rolle als Gangsterbraut Victoria auszubauen.

2006 kam dann ihr größter Erfolg: als britische Königin Elizabeth II. in dem Drama „The Queen“. Dafür bekam sie den Oscar als Beste Hauptdarstellerin, den Golden Globe, den Bafta-Award und zahlreiche andere Preise. In ihrer Oscar-Rede lobte sie den Mut und die Beständigkeit der Queen. „Ich danke ihr, denn ohne sie wäre ich mit ziemlicher Sicherheit nicht hier.“

Einige Jahre zuvor hatte sie Queen Elizabeth II. schon am Theater dargestellt. Außerdem spielte sie in der Miniserie „Elizabeth I.“ die Titelheldin, die im 16. Jahrhundert regierte. All das, obwohl sie in einem antimonarchistischen Haus groß wurde. „Ich weiß nicht, was meine Eltern davon gehalten hätten, dass ich die Königin spiele“, scherzte Mirren in einem TV-Interview.

Seit 1997 ist Mirren mit dem US-Regisseur Taylor Hackford verheiratet, den sie 1985 beim Dreh zu „White Nights“ – sie spielte in dem Drama eine russische Ballerina – kennengelernt hatte.

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