Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Verfilmung Acht Stunden im 12. Jahrhundert

Britta Gürke

LONDON - Liebe, Leidenschaft, Machtintrigen, und das alles auch noch im Mittelalter – Ken Folletts Weltbestseller „Die Säulen der Erde“ hat so ziemlich alles, was einer Verfilmung Erfolg garantieren könnte. Jahrelang war das Buch seit seinem Erscheinen 1990 auf den Bestsellerlisten, ein Film dazu eigentlich nur eine Frage der Zeit. Zwar schufteten die Macher dann nicht so lange wie bei einem Kathedralenbau, der Aufwand für das Megaprojekt aber war trotzdem enorm. Von diesem Montag (20.15 Uhr) an ist die vierteilige TV-Miniserie auf Sat1 zu sehen, jeweils an vier Montagen hintereinander.

Ein ganzes Epos

Nach den Rechten für die Geschichte hatten sich viele Hände ausgestreckt. Natürlich wollte auch Hollywood die Mittelalter-Welt auf die Leinwand bannen. Doch Follett (61) wollte ganz bestimmte Bedingungen erfüllt haben.

„Das Problem war immer die Länge“, sagt Follett. „Ich habe immer gesagt, eine Verfilmung muss sechs oder noch besser acht Stunden lang sein. Hollywood-Produzenten haben sich darum große Sorgen gemacht. Sie wollten entweder die Option auf vier Stunden oder sogar für einen zweistündigen Film haben. Dazu habe ich Nein gesagt.“

In Filmminuten zu verpacken gab es immerhin ein ganzes Epos, das sich über mehrere Jahrzehnte zieht: Kirchenbauer Tom (Rufus Sewell) träumt von einer riesigen Kathedrale. Für die Abtei von Prior Philip (Matthew Macfadyen) darf er sie schließlich bauen. Unfreiwillig geraten die beiden aber immer wieder zwischen die Fäden der Macht und einen blutigen Streit um den Thron von England. Und auch private Tragödien gibt es noch und nöcher. Angesiedelt ist alles in einem fiktiven englischen Dorf im 12. Jahrhundert.

Mit Donald Sutherland

Aus dem Roman sind denn schließlich auch rund acht Stunden Fernsehen geworden. An Hollywood erinnert die TV-Serie, die mit internationalen Partnern auch aus Deutschland produziert wurde, aber trotzdem. Aufwendige Kulissen und Kostüme sorgen für Atmosphäre.

Herausragend sind aber vor allem einige der Schauspieler – darunter Ian McShane, Sarah Parish, Donald Su­therland, Götz Otto und Natalia Wörner. Gekostet hat das Bildschirm-Spektakel rund 40 Millionen Dollar (knapp 29 Millionen Euro).

Die Rechte sind schon in mehr als 170 Länder verkauft. In den USA und Großbritannien ist die Serie schon gelaufen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham