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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

ARD-Telenovela: Besser Dreharbeiten mit Abstand als gar nicht

24.11.2020

Lüneburg Die Treppe von ihrer kleinen Fernseh-Wohnung steigt Brigitte Antonius alias Johanna Jansen in ihrem apricotfarbenen Kostüm mit Schwung hinunter. Die 87-Jährige mit der markanten grauen Strähne im rötlichen Haar scherzt mit Kollegen in der Kantine in dem großen Bürokomplex am Rande Lüneburgs nach ihrem morgendlichen Dreh. Im reifen Seniorenalter trauen sich viele Menschen in Corona-Zeiten kaum noch auf die Straße. Nicht so die Grande Dame der Telenovela „Rote Rosen“ im Ersten, die nach monatelanger Isolation in ihrer Heimat am Set der Hansestadt geradezu auflebt.

Bewunderung für Merkel

„Die Arbeit hält fit. Ausruhen kann ich in meinem bereits bezahlten Grab in Österreich“, sagt Antonius. „Die Leute meiner Altersklasse sterben wie die Fliegen weg“, betont die kleine, forsche Frau, „durch die Isolation wird nix besser, sie sterben trotzdem. Und psychische Vereinsamung schädigt die Menschen.“ Leichtfertig sei sie aber nicht im Umgang mit den Regeln in der Pandemie.

Antonius hat volles Verständnis für alle Einschränkungen: „Besser ,Rote Rosen’ mit Abstand als gar nicht.“ Mit den politischen Entscheidungen in Deutschland und der Rolle der Kanzlerin ist sie in der Krise einverstanden. „Ich liebe und bewundere Angela Merkel.“

Sechs Monate, in denen sie seit dem Frühjahr coronabedingt nicht drehen durfte, habe sie ein gemütliches Leben in Wien und dem Burgenland gehabt, wo sie zu Hause ist. „Ich kann sehr gut allein sein“, betont die Österreicherin mit dem charmanten Akzent. In der Heimat leben ihre Schwester und Freunde der Schauspielerin, die lange am Burgtheater in Wien spielte. Gassigehen war in der schweren Zeit wie eine Therapie – der 15 Jahre alte Pekinese Pinki ist stets bei ihr, auch auf Autofahrten durch Lüneburg.

Schreck wegen Video

Einen richtigen Schreck bekam sie aber, als sie erfuhr, dass auf Youtube im Sommer verbreitet worden war, Antonius sei tot. „Das war eine besondere Sauerei“, erzählt sie. „Ich leb’ sehr gern, aber ich denke nicht an die Zukunft, ich freue mich des Tages. Alles andere ist verlorene Zeit.“

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