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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Zdf-Krimi „marie Brand Und Die Liebe Zu Viert“: Gleichung geht nicht auf: Vier sind zwei zu viel

09.04.2020

Berlin „Polyamorie“ ist in den vergangenen Jahren zu einem Modewort geworden. Verknappt gesagt geht es um eine Liebesbeziehung mit mehreren Menschen gleichzeitig, in der alle happy sein sollen. Dass das ins Auge gehen kann, ist das Thema beim neuen ZDF-Krimi „Marie Brand und die Liebe zu viert“ an diesem Samstag um 20.15 Uhr.

Silvio ist Koch, oder besser - er war es, denn nun liegt er tot am sommerlichen Kölner Rheinufer. Eigentlich wollte er mit seiner neuen Freundin Malve (Sophie Lutz) im Zug nach Paris fahren. Sie war gerade erst – mit ihrer Tochter Fritzi (Emilie Neumeister) – zu ihm ins Haus gezogen. Dort lebt er schon seit geraumer Zeit mit Laura (Idil Üner) und deren Sohn Greg (Lukas Hupfeld) – und mit Lauras Freund Andi (Marcus Mittermeier).

Alle wohnten also in einem polyamoren Haushalt. Trotz hehrer Absichten drohte das ebenso komplizierte wie sensible Beziehungsgeflecht auseinanderzubrechen. Denn Malve wollte Silvio für sich allein haben, und Silvio schien nicht abgeneigt gewesen zu sein.

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Ob er deshalb sterben musste, müssen nun die beiden Ermittler Marie Brand (Mariele Millowitsch) und Mario Simmel (Hinnerk Schönemann) herausfinden. Dabei treffen sie auf den dubiosen Geschäftsmann Bert Stolz (Jan Messutat), es verschlägt sie in eine Kneipe mit dem schönen Namen „Zur grünen Hölle“ (die auch so aussieht) und in Andis Catering-Unternehmen „Fein & Lecker“.

Ermittler Simmel darf wieder einmal viel rennen; er lernt Salsa in einem Tanzkurs – wo er es mit ungewöhnlichen Avancen seiner Tanzpartnerin zu tun bekommt – und ist der Meinung, dass eine Beziehung unter vier Menschen unmöglich sei und man „gar nicht nicht eifersüchtig“ sein könne.

Seine Kollegin Brand hingegen verweist auf Beispiele von „freier Liebe“, während sie mit dem neuen Pathologen Konstantin (Manuel Rubey) flirtet. Der beklagt derweil den Rückgang der Schmeißfliegen, denn früher habe er von der Anzahl der Larven auf die Liegezeit einer Leiche schließen können.

Die teils schrägen Eskapaden der beiden Kommissare sind von Regisseurin Judith Kennel (62, „Unter anderen Umständen“) hübsch inszeniert. Ihr Krimi zeigt aber auch, dass es in der angeblich so modernen und offenen Viererbeziehung allerhand gar nicht so kleine Geheimnisse und Eifersüchteleien gab.

Das überraschende Ende zeigt, dass alle aus dieser angeblich so harmonischen Familie besser auf sich und die anderen hätten aufpassen sollen.

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