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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Mit Spionen auf Zeitreise in 70er Jahre

02.12.2015

Prag Berlin mitten im Kalten Krieg. Die Stasi schickt den jungen und gut aussehenden Spion Lars Weber (Tom Schilling) nach West-Berlin, um Agentinnen der Gegenseite zu verführen. Ehe er auf die Damenwelt losgelassen wird, holt er sich Instruktionen bei seinem Führungsoffizier, dem etwas grummeligen Ralf Müller (Ben Becker). Das ist die Szene des ZDF-Dreiteilers „Berlin ,74 – The Same Sky‘“, der unter der Regie von Oliver Hirschbiegel im Prager Barrandov-Studio gedreht wird.

Wie viele Spiegeleier er an diesem Drehtag schon gegessen hat, dürfte Ben Becker nicht mehr gezählt haben. Denn die Frühstücksszene muss immer wieder aufs Neue gedreht werden, bis alles perfekt passt. Als Ralf soll er dem neuen Spitzel erklären, wie er sein Opfer am besten verführt. Becker soll dann noch gleichzeitig Ei essen, eine Zigarette anzünden und Friedrich Nietzsche zitieren. „Das ist dann irgendwie schon ein bisschen wie Jonglieren“, sagt der Schauspieler.

Becker findet es spannend, wie im Prag von heute das Berlin von 1974 entsteht. „Da kommst du um die Ecke, und da steht plötzlich Checkpoint Charlie, also das ist wie durch die Zauberkugel“, sagt er. An das Leben in der Enklave West-Berlin kann er sich aus eigener Erfahrung erinnern. „Da war einfach viel Freiheit möglich, trotzdem man eingeschlossen war – oder gerade darum.“

Tom Schilling, Jahrgang 1982, ist hingegen im Ostteil der Spreemetropole aufgewachsen. „Die Stasi ist immer ein großes Thema, wenn man aus dem Osten kommt, auch in meiner Generation noch“, sagt der Schauspieler, der auch schon in „Unsere Mütter, unsere Väter“ zu sehen war. Er ist sich sicher, dass die allgegenwärtige Kontrolle durch den Geheimdienst bei den Menschen ihre Spuren hinterlassen hat. Mit einer anderen unrühmlichen Seite der DDR, dem Doping im Spitzensport, befasst sich ein Seitenstrang der Handlung.

Nach dem Kriegsepos „Unsere Mütter, unsere Väter“ und der ländlichen Nachkriegs-Familiensaga „Tannbach“ will das ZDF mit „Berlin ,74 – The Same Sky‘“ ein weiteres Kapitel der deutschen Geschichte aufarbeiten. Drehbuchautorin ist diesmal mit Paula Milne eine Engländerin. „Das hat einen ganz eigenen Charme, denn das ist ein Blick von außen“, sagt ZDF-Redakteur Wolfgang Feindt.

Für die beiden Produzenten Nico Hofmann (Ufa Fiction) und Jan Mojto (Beta Film) ist das Thema „Berlin im Kalten Krieg“ nicht ganz neu. Vor knapp 15 Jahren drehten sie schon gemeinsam den Fluchthelferfilm „Der Tunnel“ (2001). Der neue Event-Dreiteiler „Berlin ,74 – The Same Sky‘“ wird Ende 2016 oder Anfang 2017 im ZDF ausgestrahlt.

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