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NWZonline.de Nachrichten Kultur Medien

Moderator mit legendären Hosenträgern

17.11.2008

NEW YORK Larry King hatte sie schon alle in seinem Studio: Margaret Thatcher, Gerhard Schröder und Barbra Streisand sowie unzählige Reiche, Mächtige, Berühmte und ganz normale Menschen, die gerade Schlagzeilen machen. 40 000 Interviewpartner sollen es in seiner Karriere gewesen sein. Mit „Larry King Live“ bringt der Star-Moderator dem Nachrichtensender CNN fünfmal pro Woche die höchsten Einschaltquoten. Seit über fünf Jahrzehnten sitzt der Mann mit den legendären Hosenträgern und der Hornbrille bereits vor dem Mikrofon, an diesem Mittwoch feiert er seinen 75. Geburtstag.

Mit seiner knorrigen Baritonstimme gilt Larry King zwar nicht als der kritischste aller Interviewer, aber er ist der berühmteste. Wen er einlädt, sagt nicht nein, denn wer ihm gegenüber sitzt, kommt stets gut weg. Aggressivität liegt Kings hemdsärmeliger Herangehensweise fern.

„Ich bin ein Mann von der Straße“, sagt King gerne. „Mir geht es nicht darum, Politiker mit komplizierten Fangfragen in einen Hinterhalt zu locken. Ich will mich ganz normal und anspruchslos mit ihnen unterhalten.“

Seine Standard-Frage im beiläufigen Plauderton lautet: „What do you make of it?“ (Was halten Sie davon?). Dann lehnt er sich vor, schaut seinem Gegenüber tief in die Augen und schießt seine zweite Frage ab: „Warum?“

Auf seine Interviewpartner bereitet er sich nur minimal vor. Er wolle sich gleichzeitig mit den Zuschauern „erleuchten“ lassen, hat er einmal gesagt. Kritiker nehmen ihm das übel: „Ob ein Gast einen Film bewerben oder dem amerikanischen Volk einen Krieg verkaufen will – er kann sich sicher sein, dass Larry es ihm bequem macht“, mokierte sich einer. Zu seinen Lieblingsgästen gehörten nach Kings eigener Aussage Frank Sinatra und Ronald Reagan. 1995 schrieb King Fernsehgeschichte, als er den PLO-Chef Jassir Arafat, den israelischen Premierminister Izchak Rabin und Jordaniens König Hussein an seinem Studiotisch zusammenbrachte.

Geboren wurde er als Lawrence Harvey Zeiger in Brooklyn. Seine Karriere begann am 1. Mai 1957 bei einer Radio-Station in Miami, als der damalige Sprecher seinen Job von einem Tag auf den anderen hinwarf. Weil sein jüdischer Nachnahme zu schwer auszusprechen war, schlug sein Chef einen einfacheren vor. Der Legende nach soll ihn eine Werbeanzeige für „King’s Liquor“ in der Lokalzeitung inspiriert haben.

Den Sprung zum „König des Mikrofons“ schaffte er 1985, als er beim Medienunternehmer Ted Turner seinen ersten Vertrag unterschrieb. Damals steckte CNN noch in den Kinderschuhen. Seitdem hat er nicht nur das moderne TV-Interview miterfunden, sondern wurde selbst zu einer Legende.

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