Mainz - Das Kreuzfahrtschiff „MS Deutschland“ ist nach der Insolvenz seiner Betreiber auch für das ZDF Geschichte: Künftig werden die neuen Folgen der populären Fernsehreihe „Das Traumschiff“ auf der „MS Amadea“ gedreht.

Nach Angaben des ZDF würden die für Weihnachten 2015 und Neujahr 2016 vorgesehenen Folgen von Februar 2015 an auf dem Flaggschiff des Reiseveranstalters Phoenix-Reisen produziert. Reiseziele während der Dreharbeiten seien Macao und Cook Island, hieß es am Montag. Bereits vor zehn Tagen hatte Wolfgang Rademann, Produzent der ZDF-Reihe „Das Traumschiff“, angekündigt: „Verhandlungen mit möglichen neuen Eigentümern der MS ,Deutschland’ wird es nicht geben.“ Beteiligungsgesellschaft und Reederei der „MS Deutschland“ sind nach Angaben des Insolvenzverwalters wegen Verbindlichkeiten in Höhe von 60 Millionen Euro zahlungsunfähig.

Gedreht werde die Reihe mit Sascha Hehn als Kapitän Victor Burger während des regulären Kreuzfahrt-Betriebs. Die für 600 Passagiere ausgelegte „Amadea“ ist älter als die „Deutschland“, sie ist aber moderner geschnitten: Das bei Mitsubishi in Japan gebaute Schiff hat nur Außenkabinen. Das Bonner Unternehmen Phoenix-Reisen ist langfristiger Pächter des 1991 gebauten Schiffs. Aktuell befindet es sich am Horn von Afrika.